Hysterische Reaktionen auf kleine Kita-Martinsfeier in Bergkamen

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Laterne, Martinszug - Symbolbild Pixabay

Eine kleine Martinsfeier nur für Kinder in einem Bergkamener Familienzentrum hat in den sozialen Netzwerken hysterische Reaktionen ausgelöst.

Der Leiter der evangelischen Einrichtung „Mittendrin“, Bernd Bronheim, war über die Reaktionen auf die Kinderaktion, die unter sorgfältigen Coronaschutzbedigungen stattfand, entsetzt und sehr verärgert. Er wählte seinerseits den Weg über die Öffentlichkeit und nennt die Reaktionen auf Facebook „vollkommen unsozial“.

Auslöser des Shitstorms war eine Martinsfeier im kleinsten Kreis, ausschließlich für Kinder, bei der die Kleinen am Donnerstag (5. 11.) in denselben Gruppen wie immer nachmittags in der Kita zusammensaßen, sich an leuchtenden Laternen und Brezeln erfreuten. Bei einer kleinen Runde über das Außengelände, auch dies mit dem gebotenen Abstand, wurde ein kurzes Martinslied gesungen, was draußen auch nicht verboten ist.

Doch dann behauptete ein Forist in einer Bergkamener Facebookgruppe, an der Kita habe eine „Riesen-Veranstaltung“ stattgefunden, „mindestens 50 Erwachsene“ seien aus der Einrichtung geströmt und hätten einen Riesenstau verursacht – das könne doch wohl nicht angehen, „unserem Enkel verbieten sie sogar das Training im Fußballverein“, so zitiert der WA (Onlineausgae) den Original-Facebookeintrag.

Als Antwort darauf kamen (neben sachlichen Erklärungen) wütende Angriffe auf die Kita, zugleich Verschwörungstheorien und Denunziationsvorwürfe („Wie bei der Stasi hier“).

„Mittendrin“-Leiter Bernd Bronheim unterstreicht nachdrücklich:

„Es war eine normale Aktion mit Hygienekonzept und allem anderen.“ Wieso sei nicht beim Familienzentrum selbst gefragt worden, statt ohne Kenntnis der Hintergründe auf Facebook einen Shitstorm auszulösen?

Dem Wa gegenüber betont das Familienzentrum, dass es weiter hinter der Entscheidung für dieses bescheidene kleine Martinsfest steht:

„Diese Zeit ist für Kinder unglaublich schwer. Wir möchten es daher für sie so normal wie möglich machen.“

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