„F**k Juden!“ – Erneuter antisemitischer und volksverhetzender Ausfall mit Gewaltanwendung

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Foto: Symbolfoto RB

Nachdem er bereits am 2. Oktober wegen gefährlicher Körperverletzung und antisemitischer Beleidigung von der Polizei mitgenommen und angezeigt worden war, fiel derselbe Mann gestern (13. 10.) erneut einschlägig auf. Wieder am Dortmunder Hauptbahnhof.

Der 56-jährige russische Staatsangehörige, der (wie berichtet) derzeit in der Zentralen Unterbringungseinheit (ZUE) Möhnesee untergebracht ist, belästigte gegen 19 Uhr am Hauptbahnhof laut Zeugenaussagen mehrere Personen und bedrängte sie zum Teil.

Als Bundespolizisten ihn überprüften, schrie er mehrmals lautstark „fuck Juden“, ballte seine Faust und führte eine Angriffsbewegung in Richtung eines Bundespolizisten aus.

Daraufhin schalteten die Einsatzkräfte ihre BodyCams ein und brachte den betrunkenen 56-Jährigen zur Wache. Dort beleidigte er die Bundespolizisten und äußerte erneut volksverhetzende Inhalte.

Zur Verhinderung weiterer Straftaten wurde er in Gewahrsam genommen. Gegen den polizeibekannten Mann leitete die Bundespolizei erneut ein Strafverfahren wegen Volksverhetzung und Widerstands ein. Und erneut bestanden keine Haftgründe gegen ihn.

Bei seinem antisemitischen und gewalttätigen Ausfall am 2. Oktober war er an den Falschen geraten einen wehrhaften jungen Mann aus Lünen, Deutscher mit türkischem Migrationshintergrund. Wir berichteten damals wie folgt:

„Bist du Jude?“ – „Geh weiter.“ — „Fuck you! Scheiß Jude!“ Dann schwang der aggressive 56-Jährige eine abgebrochene Glasflasche… Freitagabend (2. Oktober), 23.30 Uhr, Hauptbahnhof Dortmund. Eine Streife der Bundespolizei wird auf einen lautstarken Streit am Taxistand aufmerksam gemacht. Zwei Männer sind sich hier übel in die Haare geraten. Als die Polizei auf den Plan tritt, haben Zeugen die beiden Kontrahenten bereits getrennt.

Der eine, ein 49-Jähriger aus Lünen, berichtet, was kurz zuvor passiert ist:

Der ihm unbekannte 56-jährige Mann aus Möhnesee wirft ihm im Vorbeigehen eine Beleidigung ins Gesicht. Dann fragt er ihn: „Bist du Jude?“ Der Lüner fordert den offenbar auf Ärger sinnenden Fremden auf, er solle einfach weitergehen. Daraufhin dreht dieser so richtig auf. Er attackiert den 49-Jährigen verbal mit Beleidigungen („Fuck You!“) und Hetztiraden („Scheiß Jude!“) und wird sodann handgreiflich: Er zerschlägt eine Glasflasche und geht mit der gefährlich scharfen Waffe auf den anderen los. Doch er gerät an den Falschen. Der Mann aus dem Kreis Unna weiß sich zu wehren: Er pariert den Angriff und schlägt den Widersacher zu Boden. Bevor die Kontrahenten noch heftiger aufeinander losgehen und womöglich Blut fließt, eilen Zeugen herbei und trennen die Kämpfenden.

Die Bundespolizisten hören sich die Darstellungen vor Ort an, dann greifen sie sich den aggressiven 56-Jährigen sodann fest und bringen ihn zur Wache. Hier wird ein Strafverfahren wegen Beleidigung, gefährlicher Körperverletzung und Volksverhetzung gegen ihn eingeleitet.

Bundespolizeisprecher Volker Stall informierte uns auf Nachfrage über die Herkunft der beiden Männer: Der 56-jährige Angreifer ist ein russischer Staatsbürger, der derzeit in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) Möhnesee lebt; der wehrhafte Attackierte ist ein 46-jähriger Deutscher mit türkischem Migrationshintergrund aus Lünen. Und nein, ergänzte Stall: „Er ist kein Jude.“ Wie der hasserfüllte Russe darauf gekommen ist, bleibt sein Geheimnis, denn er sagte zu dem Grund für seinen Angriff kein Wort.

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