Bei Einbruch selbst verletzt – Täter schließt sich aus Angst vor Hunden mit Opfer im Bad ein

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Scherben, Glas - Symbolbild, Quelle Pixabay

Mit einem Hubschrauber, einem Diensthund und Unterstützungskräften fahndete die Polizei am Montagnachmittag in Fröndenbergs Nachbargemeinde Wickede/Ruhr nach einem flüchtigen Kriminellen. Bei seinem Versuch, gegen 14.30 Uhr an der Mendener Straße einen Einbruch zu unternehmen, verletzte sich der Mann erheblich. Dennoch floh er zunächst.

Gegen 17 Uhr fanden Einsatzkräfte in der Nähe der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) Wimbern, unweit vom Tatort, einen augenscheinlich schwer verletzten Mann. Die Polizei ging davon aus, dass es sich um den gesuchten Einbrecher handelte. Sie nahm ihn fest und ließ ihn mit dem RTW ins Krankenhaus bringen.

Am Dienstag, 6. 10., schickte der Kreispolizei Soest eine ausführliche Zusammenfassung des Vorfalls:

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand geht die Polizei davon aus, dass der 19-jährige Pakistani, der ohne festen Wohnsitz in Deutschland lebt, in der Nähe der ZUE in eine Lagerhalle einbrechen wollte. Am dem Glaseinsatz der Eingangstür befand sich ein circa 50 cm großes Loch. Vermutlich hatte sich der junge Mann beim Einschlagen der Scheibe verletzt.

Auf den auf Kipp stehenden Fenstern eines Hauses in der Nähe fanden sich ebenfalls Blutspuren. Offenbar wollte er auch dort einbrechen. Zeugen sprachen ihn im Garten an, worauf er davon eilte – zu einem nahen Mehrfamilienhaus, wo er über eine Balkontür in eine Wohnung kletterte.

Die Bewohnerin war mit mit ihren Hunden spazieren. Als sie zurückkehrte, sah sie sich in ihrer Wohnung einem blutenden Fremden gegenüber.

Dieser zerrte sie, um sich vor den Hunden zu schützen, mit sich ins Badezimmer und verschloss es. Von dort aus brach er das Badezimmerfenster auf und floh aus der Wohnung. Nicht ohne seiner unfreiwilligen „Gastgeberin“ zuvor noch das Handy und etwas Geld gestohlen zu haben.

Im Zuge der umfangreichen Fahndungsmaßnahmen mit Polizeihubschrauber, Spürhund und Verstärkungskräften konnte der 19-jährige Pakistani in Tatortnähe festgenommen und erst einmal ins Krankenhaus gebracht werden. Entgegen ersten Meldungen waren seine Verletzungen nicht so schwerwiegend, so dass er am selben Abend aus dem Krankenhaus wieder entlassen wurde und die Nacht in der Polizeizelle verbrachte.

„Im Laufe des Tages“, schließt der Polizeibericht vom Nachmittag, „wird das zuständige Amtsgericht dann über einen Antrag der Staatsanwaltschaft Arnsberg auf Erlass eines Untersuchungshaftbefehles entscheiden.“

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