Problem Wahlbeteiligung bei der Bürgermeisterwahl: In Unna sind 25 % zu unterbieten

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Ähnliche Konstellationen bei der Bürgermeisterstichwahl am 27. 9. 20 in Fröndenberg und Unna: In beiden Städten will die SPD die erste Bürgermeisterin stellen, während die CDU einen Beigeordneten aus dem Rathaus ins Rennen schickt. (Fotos: RB/Kandidaten, Montage RB)

25 Prozent sind für Unna zu unterbieten: So grottenschlecht war die Wahlbeteiligung bei der Bürgermeisterwahl 2015, als Werner Kolter (SPD) als einziger Bewerber außer Konkurrenz antrat.

Lediglich ein Viertel der Wahlberechtigten machte vom Stimmrecht Gebrauch.

Archibild / RB

Das „Solo für Kolter“, die „Wahl ohne Auswahl“ hinderte allerdings 17 Prozent der Wählenden nicht daran, extra zum Wahllokal zu marschieren (oder die Briefwahlunterlagen zu ordern), um mit „Nein“ zu stimmen.

Auszug aus der Power Point Präsentation der Stadt Unna / Quelle Unna.de/Wahlen

Mit 83,47 Prozent wurde Werner Kolter zum dritten Mal zum Bürgermeister der Kreisstadt gewählt und aufgrund der miserablen Wahlbeteiligung letztlich nur von einem Fünftel der Wahlberechtigten als alter und neuer Verwaltungsschef legitimiert.

Auch in anderen NRW-Kommunen traten bei der Wahl 2015 „Solo-Bürgermeisterkandidat/innen“ an, so wahlmüde wie in Unna waren die Wahlberechtigten jedoch nirgends.

In der lokalen Politik geht nun vor der Stichwahl am kommenden Sonntag, 27. 9., die Sorge um einen erneuten Tiefpunkt bei der Wahlbeteiligung um. Denn bei der Kommunalwahl zwei Wochen zuvor betrug sie kreisweit nur noch 48 Prozent, 51 Prozent in Unna – was gegenüber den Kommunalwahlen 2014 nochmals anderthalb Prozentpunkte weniger waren.

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