Kein Zutritt zum Ausschuss: „Falsche Maske“ – Drinnen war „Maske“ dann egal?

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Die Stadthalle Unna dient seit der Coronapandemie als Ausweichort für Rat- und Ausschusssitzungen. (Foto RB)

Eine kritische Stellungnahme zur heutigen gemeinsamen Sitzung des Schul- und Stadtentwicklungsausschusses (ASBV) in der Unnaer Stadthalle schickte uns am Donnerstagabend, 3. 9., der für seine regelmäßigen Mails ans Ordnungsamt bekannte FLU-Ratskandidat Volker Viebahn.

In einer Mail an die Stadtverwaltung, die wie immer zugleich den örtlichen Medien zuging, stellt Viebahn folgende kritischen Fragen:

„Ist die Maskenpflicht bzw. die Art der Masken neu definiert bei der Stadt Unna?

Seit der Corona-Zeiten besuche ich die Sitzungen in der Stadthalle mit einem Buff-Tuch, das man als Sportler benutzt, und hatte immer Zutritt. Um 16.15 Uhr wurde ich vor der Tür von einem Ihrer Außendienstmitarbeiter angesprochen, neu, mit den üblichen Corona-Fragen, ob ich mich in Krisengebieten aufgehalten hätte bzw. mich Tests unterzogen hätte. Das ist ja noch alles nachvollziehbar.

Dann kam aber der Hinweis, mit dem Tuch hätte ich keinen Zutritt. Ich bräuchte mindestens eine einfache Maske bzw. Tuchmaske.

Auf die Frage, wo das stehen würde, kam die Antwort, das wäre eine neue Anordnung, die sie bekommen hätten. Auf die Frage, wo das steht, hatte ich auch um seinen Namen gebeten. Er zeigte mir seinen Dienstausweis …. Die Frage, wo das steht, konnte er mir allerdings nicht nennen, sondern machte vom Hausrecht der Stadthalle Gebrauch. Das Hausrecht habe ich erst einmal akzeptiert und mir eine Stoffmaske aus dem Wagen geholt.

Wo jetzt allerdings der Unterschied zu meinem Tuch war und ist, klären Sie mich bitte einmal auf.

Die Aufsicht des Ordnungsamtes hörte dann allerdings an der Eingangstür auf. Was dann ab und an im Saal von einzelnen
Ratsmitgliedern und den Verwaltungsmitgliedern ablief, hatte nichts mehr mit Corona-Schutz zu tun. Das war zum Teil eine Missachtung der Vorgaben. Da wurde sich ohne Maske herzlich begrüßt etc. Selbst einem Gast im Plenum war es gelungen, mit Tuch in den Saal zukommen. In der Fragestunde debattierte ein Bürger mit Kämmerer und Baudirektor, deren Köpfe waren vielleicht gerade einmal 60 cm auseinander (ohne Maske).

… Wenn schon neue Regel vom Ordnungsamt, dann bitte auch öffentlich machen, dass man sich darauf einstellen kann. Was ist morgen, auf dem Markt, wen der Herr (von heute) Dienst hat, werde ich dann auch abgewiesen?

Gern hätte ich eine Antwort von Ihnen.

Wenn das Ordnungsamt auch in anderen Dingen auch so konsequent wäre, wäre es um unsere Sicherheit und Ordnung in Unna auch besser bestellt.“

Volker Viebahn, Unna

Update am Freitagmorgen – die schnelle Antwort von Ordnungsamtschefin Heike Güse liegt vor. Sie teilt Herrn Viebahn mit:

„Auch bei der Stadt Unna gibt es keine neue Definition bezüglich der Art der Masken.Wir halten uns auch an den § 2 Abs. 2 der CoronaSchutzVerordnung.Somit ist auch Ihr Buff-Tuch eine textile Mund-Nase-Bedeckung nach dieser Verordnung.Warum der Kollege bei der Einlasskontrolle entschieden hat, Sie nicht reinzulassen, entzieht sich leider noch meiner Kenntnis.Ich werde aber selbstverständlich noch ein klärendes Gespräch mit dem Ordnungsdienst führen.Ich entschuldige mich für Ihre Unannehmlichkeiten.“

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