Schulleitungen bitten weiter um Maske im Unterricht – EBG-Chef betont Freiwilligkeit

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Schüler mit Mundschutz im Klassenraum. Am festen Platz in der Klasse muss die Bedeckung seit dem 1. September nur noch freiwillig getragen werden. (Symbolbild Pixabay)

Mit dem heutigen 1. September ist die Maske im Unterricht an den weiterführenden Schulen in NRW kein Pflicht mehr.

Schulministerin Yvonne Gebauer hat im Nachgang zu ihrer gestrigen Pressekonferenz (wir berichteten) auch in der folgenden Schulmail deutlich gemacht, dass es Schülerinnen, Schülern und Lehrern nun freigestellt ist, ob sie an ihrem festen Platz im Klassenzimmer weiter Maske tragen oder die Mund-/Nasenbedeckung abnehmen.

Viele Schulen, darunter auch das Pestalozzi-Gymnasium Unna (PGU) und das Ernst-Barlach-Gymnasium (EBG), bitten derweil um das freiwillige Weitertragen der Masken auch während des Unterrichts.

Mit diesem Appell sei keinerlei Zwang verbunden, unterstrich EBG-Schulleiter Ulrich Schmitz auf Nachfrage gegenüber unserer Redaktion. Denn seine entsprechende Mail, in der er um das Weitertragen der Masken bat, hatte bei einigen Eltern Verunsicherung und Irritationen ausgelöst, sie fürchten Sanktionen für ihre Kinder, wenn diese im Unterricht ab sofort auf ihre Maske verzichten.

EBG-Leiter Ulrich Schmitz stellte diesen Punkt gegenüber unserer Redaktion klar. Er schrieb uns auf unsere Anfrage:

„Wenn ich um die Beibehaltung des Maskentragens auch im Unterricht bitte, tue ich dies (vor dem Hintergrund eines gewissen Gewöhnungseffekts durch die vergangenen Wochen und auch angenehmerer Wetterverhältnisse) vor allem im Interesse der vulnerablen Mitglieder der Schulgemeinde.

Dieser Appell zum solidarischen Handeln – gestützt durch den breiten Wunsch aus Schüler- und Lehrerschaft – erhält jeder und jedem selbstverständlich die Möglichkeit, frei über das Tragen der Maske im Unterricht zu entscheiden.

Eine kurze Abfrage nach den ersten Unterrichtsstunden zeigt, dass die meisten, aber nicht alle Schülerinnen und Schüler auch im Unterricht ihre Maske getragen haben.

Mit freundlichem Gruß: Ulrich Schmitz, OStD, Schulleiter“

Ein Vater zweier EBG-Schülerinnen (der zum Schutz seiner Töchter anonym bleiben möchte) schrieb uns am Abend dazu:

„Meine große Tochter … berichtet, dass sich nach einem Vortrag der Klassenleitung niemand getraut hat, die Maske abzusetzen. Meine kleine Tochter … berichtet darüber, dass fast alle die Masken unterhalb der Nase getragen haben. Niemand hat von Seiten der Lehrerschaft etwas dazu gesagt. Wobei diese Tragweise ja wissentlich unwirksam ist. Die Kids sollen den ganzen Tag die Maske im Gesicht haben. Mit evtl. Busfahrt macht das mal locker 8 Stunden quasi nonstop. Jeder, der über die Masken spricht, sollte, bevor er spricht, die Maske als Selbstversuch über diese Zeit tragen. Fakt ist, dass wir alle die Masken nicht so tragen und vor allem nicht so damit umgehen, wie man es sollte. Wirkung? Ich kann es nicht sagen. Es fängt ja schon damit an, dass die Menschen glauben, mit diesen Stoffmasken würden sie sich selber schützen. Hier fehlt es an dringender Aufklärung. Macht aber niemand, denn die Bereitschaft die Maske  zu tragen, würde dramatisch sinken.“

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