Haftbefehl wegen versuchten Totschlags – 16 Jahre untergetaucht

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16 Jahre lang schaffte es ein mutmaßlicher Kapitalverbrecher, sich der Untersuchungshaft zu entziehen und unterzutauchen.

Am Montagabend um 22.00 Uhr wurde der inzwischen 46-Jährige durch die Bundespolizei an einem Ruhrgebietsbahnhof kontrolliert; es war eigentlich eine Routinekontrolle.

Und dabei flog dann auf: Der Mann, den die Bahnpolizei vor sich hatte, war wegen eines Tötungsdeliktes per Haftbefehl ausgeschrieben. Zum Zeitpunkt der Tat war er gerade 30 Jahre alt.

Er tauchte mit falscher Identität unter. Über ein Dutzend Jahre lang.

Die Beamten, die am Montagabend die Personalien des 46-jährigen Bosniers überprüfen wollten, fielen Ungereimtheiten auf.

„Ausweisdokumente führte der Mann nicht mit sich“, berichtet der Bundespolizeisprecher. „Er hatte einige Schriftstücke auf seinen vermeintlichen Namen ausgestellt dabei. Bei den vorgezeigten Personalien gab es allerdings Unstimmigkeiten.“

So entschlossen sich die Uniformierten dazu, den Mann zwecks Identitätsfeststellung zur Dienststelle zu führen.

Mittels Fingerabdruck konnte die wahre Identität des Mannes herausgefunden werden. Durch das polizeiliche System wurde festgestellt, dass die Staatsanwaltschaft Köln wegen eines versuchten Totschlags seit 16 Jahren per Untersuchungshaftbefehl nach ihm suchte.

Nach Belehrung und Feststellung der Haftfähigkeit wurde er ins Polizeigewahrsam gebracht und am Folgetag dem Richter vorgeführt.

Quelle: Bundespolizei

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