Helau – weiterer Minister stellt kommende Karnevalsession in Frage

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Ein „normales“ Karneval wird immer unwahrscheinlicher.

Nach den Gesundheitsministern Jens Spahn (Bund) und Karl-Josef Laumann (Land), beide NRW, plädiert heute auch der NRW-Vizeministerpräsident Joachim Stamp (FDP) dafür, die Karnevalsession weitgehend herunterzufahren. Konkret sprach sich Stamp gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dafür aus, alle größeren Sitzungen und Umzüge in der kommenden Jeckensaison abzusagen.

Die 5. Jahreszeit beginnt am 11. 11. und endet mit dem „Veilchendienstag“ vor dem Beginn der christlichen Fastenzeit am Aschermittwoch.

Karneval lebe „von Unbeschwertheit und auch Nähe“, die aber „in der derzeitigen Lage“ nicht möglich sei, sagte der Minister. So sehr sein „Karnevalsherz blute“, sehe er doch die Priorität beim Schutz „des Brauchtums und der vielen ehrenamtlichen Aktiven“.

Am Mittwoch hatte NRW-Gesundheitsminister Laumann vor der Presse verdeutlicht, dass für die Westfalen die Schützenfeste einen ebensolchen Stellenwert genössen wie für das Rheinland der Karneval. Dennoch hätten alle Schützenvereine klaglos in diesem Jahr auf die traditionellen Feste und Umzüge mit Publikum verzichtet. „Karneval in der Form, wie wir ihn sonst gewohnt sind, sehe ich in dieser Saison nicht.“ In zwei bis drei Wochen wolle die Landesregierung dieses Thema mit den Karnevalsvereinen gemeinsam zu einer Entscheidung führen.

Im Kreis Unna und den Nachbarregionen sind bereits Absagen beschlossen worden, so in Hamm, Selm oder Bergkamen. Unnas Karnevalsverein richtet normalerweise einen großen Kinderkarneval an Weiberfastnacht aus, mit Umzug von rund 800 Grundschulkindern durch die Innenstadt. Ob er auch 2021 stattfinden kann, wird immer fraglicher. 

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