Höhere Gewerbesteuer und mehr Beschäftigung in Werne – „SURFWRLD“ könnte 2028 eröffnen

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Grafik: c/o Stadt Werne

IHK-Wirtschaftsgespräch in Werne: Das Gewerbesteueraufkommen steigt auf 29,5 Millionen Euro und die Beschäftigung wächst entgegen dem Kreistrend. Gleichzeitig stehen Digitalisierung und Großprojekte wie die SURFWRLD im Fokus.

Jan Höttcke (IHK-Vollversammlung) und IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber betonten zur Begrüßung bei der Beckmann-Fleige Hydraulik GmbH die Stärken des Mittelstands vor Ort. Wie sich ein Betrieb entwickeln kann, zeigte Co-Gastgeber Friedhelm Beckmann-Fleige: 2003 als Ingenieurbüro gestartet, bietet das Unternehmen heute mit 60 Beschäftigten auf 3.000 Quadratmetern im Nordlippepark II Hydrauliklösungen für Industrie, Schifffahrt und Fahrzeugbau an.

Blick auf das Zukunftsprojekt SURFWRLD

Michael Detering informierte über den Planungsstand der „SURFWRLD“. Auf dem 17 Hektar großen ehemaligen Zechengelände soll ein Zentrum für Surfsport, Freizeit und Forschung entstehen – inklusive eines 242 Meter langen Wellenbeckens, Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten.

Das Projekt steht jetzt den letzten Ankündigungen zufolge kurz vor dem Baustart. Im Frühjahr 2028 könnte die Eröffnung sein.

Werne wächst entgegen dem Kreistrend

Im Austausch zwischen Bürgermeister Lars Hübchen und IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber ging es um die wirtschaftliche Lage der Stadt. Schreiber präsentierte dabei folgende Entwicklungen:

  • Gewerbesteuer: Die Einnahmen stiegen 2025 auf rund 29,5 Millionen Euro – ein Plus von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Beschäftigung: Während die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Kreis Unna um 0,7 Prozent sank, verzeichnete Werne ein Plus von 7,6 Prozent.
  • Branchenentwicklung: Bei den sonstigen Dienstleistungen gab es ein Plus von 4,5 Prozent. Hingegen schrumpfte die Zahl der Betriebe im produzierenden Gewerbe um 6,4 Prozent sowie im Bereich Handel, Gastgewerbe und Verkehr um 1,7 Prozent.
  • Ausbildung: Ende September lagen 101 neue Ausbildungsverträge vor. Mit 14 weiteren Abschlüssen bis Jahresende würde das Niveau von 2024 erreicht.

Trotz der positiven Finanz- und Beschäftigungszahlen mahnte Schreiber, Engpässe bei Fachkräften, Flächen und Bürokratie nicht aus den Augen zu verlieren.

Digitalisierung gegen Personalmangel

Sowohl die Stadtverwaltung als auch die IHK setzen verstärkt auf digitale Abläufe. Da in den kommenden Jahren ein Drittel des städtischen Personals in den Ruhestand geht, müsse die Verwaltung moderner und schlanker werden, erklärte Bürgermeister Hübchen. Zudem sprach er die Standortattraktivität für Familien an: Werne verzeichnet derzeit die höchsten Kita-Beiträge im Kreis Unna – ein Zustand, den Hübchen verändern möchte.

Die IHK nutzt KI-Tools wie den „Microsoft Copilot“ mittlerweile flächendeckend im Arbeitsalltag. Zudem laufen Verwaltungsabläufe wie das Vertragsmanagement, interne Abrechnungen, Berichtshefte und Teile des Prüfungswesens bereits digital.

IHK-Wirtschaftsgesprächin Werne (v.l.) :Heike Bartmann-Scherding (Kreisverwaltung Unna), Jan Höttcke (Geschäftsführender Gesellschafter Otto Höttcke GmbH & Co. KG), Lars Hübchen (Bürgermeister), Stefan Schreiber (IHK-Hauptgeschäftsführer), Friedhelm Beckmann-Fleige (Beckmann-Fleige Hydraulik GmbH & Co. KG), Tobias Heine (IHK-Regionalbetreuer), Thorsten Wagner (ehemaliger Chefredakteur von Antenne Unna) und Matthias Stiller (Leiter der Wirtschaftsförderung Werne). Fotos: IHK zu Dortmund/ Oliver Schaper

Quelle IHK zu Dortmund

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