„Was sind denn das für seltsame neue Schilder?“, wundert man sich beim Bürgerverein Alte Heide. Im Unnaer Norden auf der Hammer Starße wurde am Dienstag (22. 9.) eine „Teststrecke für Fahrradfahrer“ in Betrieb genommen.
Auf unsere Nachfrage beim Landesstraßenbauamt erhielten wir am Donnerstag Auskunft. Hinter dem „Testfeld Radverkehr“ verbirgt sich ein Projekt des Landesstraßenbauamts Straßen.NRW zur landesweiten Zählung des Radverkehrs.
„Im Kontext der angestrebten Mobilitätswende spielt der Radverkehr eine zentrale Rolle“, erläutert STraßen.NRW. „Doch jede Maßnahme zur Erreichung dieses Ziels benötigt zunächst eine umfassende und belastbare Datenbasis.“
Mit anderen Worten: Bevor neue Radwege, Fahrradstaßen etc. geplant und finanziert werden, möchte das Land erst einmal konkret wissen, wo überhaupt wie viele Fahrradfahrer herfahren. Und dazu braucht es verlässliche Zählgeräte, für die das Land NRW derzeit ein Netz von Dauerzählstellen aufbaut.
Die Landesverkehrszentrale LVZ.NRW von Straßen.NRW testet daher auf einer Handvoll ausgewählter Versuchtsstrecken – wie jetzt hier entlang der Hammer Straße – verschiedene Technologien, die sich für die Zählungen des Radverkehres besonders eignen.


Auf den ausgewählten Teststrecken werden unterschiedliche Sensortypen im Hinblick auf ihre Erfassungsqualität und betriebliche Flexibilität untersucht, bewertet und einander gegenübergestellt.
Die Geräte verfügen über Radar, Kamera, Induktionsschleife und Laserscanner. Alle Geräte werden für jeweils zwei Wochen umfangreichen Prüfungen unterzogen.
Ziel ist es, den idealen Gerätetyp für eine „vollständige und akkurate Zählung und Klassifizierung“ des Radverkehrs in NRW zu finden. Der Radweg an der Hammer Straße wurde als einer von fünf Zählstrecken in NRW ausgewählt. Die fünf weisen unterschiedlichste Einflussfaktoren wie z.B. räumliche Unterschiede in Temperatur, Niederschlag oder Mobilfunkanbindung abbilden, um die Testgeräte den verschiedenen Bedingungen auszusetzen.
Das Projekt befindet sich seit Anfang August 2026 im Aufbau und wird bis voraussichtlich Ende Oktober laufen, so Straßen.NRW. „Und ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Es werden keine personenbezogenen Daten erfasst oder für andere Zwecke außer dem Projektinhalt verwendet.“
































