Der von der NRW-Regierung geplante vorgezogene Kohleausstieg für das Jahr 2030 gerät zusehends ins Wackeln.
Zwar hat der Energiekonzern RWE in dieser Woche den Zuschlag für den Bau eines neuen, wasserstofffähigen Gaskraftwerks in Werne erhalten, das zusammen mit zwei weiteren NRW-Standorten in Voerde und Weisweiler die Energieversorgung sichern soll.
Dennoch schlagen Energieökonomen Alarm:
Da die neuen Kraftwerke voraussichtlich erst 2032 ans Netz gehen, droht in den Übergangsjahren eine erhebliche Versorgungslücke und ein Anstieg der Strompreise.
Expertise befürchtet Engpässe und steigende Preise
Nach Berechnungen des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) könnte bei einer Stilllegung der Braunkohlekraftwerke im Jahr 2030 während extremer Wetterphasen („Dunkelflaute“) eine theoretische Versorgungslücke von bis zu 16 Gigawatt entstehen.
Manuel Frondel, Energieökonom am RWI Leibniz-Institut in Essen, bezweifelt die Machbarkeit des Ausstiegsdatums ohne erhebliche Risiken für die Versorgungssicherheit. Auch Andreas Löschel, Bochumer Energieökonom und Berater des Bundeswirtschaftsministeriums, warnt vor drohenden Engpässen in den Wintern 2030/2031 und 2031/2032.
Um Engpässe auszugleichen, müsste NRW teuren Strom aus anderen Bundesländern oder dem Ausland importieren, was die Strompreise für Endverbraucher weiter nach oben treiben würde.
Prüfbericht des Bundes verzögert sich
Ob die Notbremse gezogen wird und die Kohlekraftwerke als Reserve bis Ende 2033 am Netz bleiben, sollte ursprünglich ein Evaluationsbericht der Bundesregierung bis August 2026 klären. Die Vorlage des Revisionsberichts wurde jedoch verschoben und wird nun erst für das erste Halbjahr 2027 erwartet.
NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) stellt eine Veröffentlichung im Frühjahr oder Frühsommer in Aussicht – womöglich erst nach der NRW-Landtagswahl Ende April.
Quellen: WDR / Kölner Stadt-Anzeiger (Bericht vom 7. November 2026)

































Es gab einmal eine Zeit, da erfolgte die Stromerzeugung und Verteilung von Unternehmen die nur diese zwei Ziele verfolgten. Die Unternehmen wurden von wirklichen Fachleuten geführt. Die Unternehmen waren hauptsächlich im Besitz der Kommunen. Zusätzlich sorgten diese Unternehmen auch noch für die Straßenbeleuchtung in den Städten und Dörfern. Und es gab die Konzessionsabgaben an die Städte und Kommunen. Die elektrische Energie kostete jeden Bürger gleich viel, egal ob gewiefter Versorgerwechsler oder unbedarfter Bürger.
Der Staat sorgte mit der Vorgabe von Emissionsgrenzwerten für eine immer sauber werdende Stromerzeugung. Z.B. – 1983 – Großfeuerungsanlagenverordnung – 13. BImSchV.
Heute werden die Unternehmen von „Managern“ geführt, die von der Technik keine Ahnung haben. Ihr Hauptziel ist die Gewinnmaximierung für die Aktienbesitzer. Kraftwerke werden nur noch gebaut, wenn staatliche Gelder fließen. Politiker, die ebenfalls keine Ahnung von der Materie haben lassen sich von Lobbyisten dazu bringen, diese Subventionen zu bewilligen. Die Kosten trägt die Allgemeinheit – die Gewinne machen die Unternehmen. Die Reduzierung der CO2-Emissionen hätte man auch durch einfache Festlegung der zulässigen Konzentration in mg/MWh erreichen können. So wie es mit den Grenzwerten für die SO2 Konzentration und der NOX Konzentration ab ca. 1983 geschah. Die Stromerzeuger hätten dann für die Einhaltung und Verringerung dieser Emissionswerte gesorgt. Mit Windkraftanlagen (Growian) und Solaranlagen. Ganz ohne staatliche Subventionen.
Jetzt ist alles teure Schieße!