„Hallo Mutti, dies ist meine neue Telefonnummer! – Ach.. was ich dir noch sagen wollte… ich brauche dringend Geld.“
Um mehrere tausend Euro erleichterte ein unbekannter Betrüger oder eine Betrügerin am Montagnachmittag (14.09.2026) eine Seniorin aus Holzwickede.
Gegen 14:10 Uhr erhielt die 75-Jährige eine Nachricht über den Messengerdienst WhatsApp. Ihr wurde darin vorgegaukelt, dass diese Nummer die neue Rufnummer ihrer Tochter sei.
Nach einigen geschriebenen Nachrichten wurde die 75-Jährige mit einem Problem der angeblichen Tochter konfrontiert und um Geld gebeten.
Und gutgläubig überwies die Seniorin daraufhin mehrere tausend Euro an die angebliche Tochter. Leider kam sie erst nach der Überweisung auf die Idee, ihre Tochter einmal auf deren gewohnter Mobilfunknummer anzurufen. So flog der Betrug auf – das Geld ist jedoch weg.
Die Kreispolizeibehörde Unna möchte erneut darauf hinweisen, dass solche WhatsApp-Nachrichten (im Übrigen schon seit Jahren) mit einer angeblich neuen Rufnummer eine Betrugsmasche sind, bei der Täter durch frei erfundene Notlagen von Angehörigen erheblichen psychischen Druck auf ihre Opfer ausüben.
Die Versender dieser Nachrichten geben sich, genauso wie Schockanrufer am Telefon, häufig als Familienmitglieder oder Freunde/Bekannte aus und behaupten beispielsweise, in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt zu sein oder sich anders in einer akuten Notlage zu befinden.
Ziel der Täter ist es, die Angerufenen so zu schockieren, dass sie Bargeld oder Wertgegenstände übergeben oder hohe Summen überweisen.
Die Polizei rät, bei derartigen Anrufen immer misstrauisch zu sein. Beenden Sie verdächtige Telefonate oder schriftliche Nachrichten über Ihr Mobiltelefon umgehend und kontaktieren Sie Ihre „wirklichen“ Familienmitglieder oder Freunde selbstständig über die Ihnen bekannten Rufnummern.
Ziehen Sie nach Möglichkeit eine Vertrauensperson hinzu und besprechen Sie das weitere Vorgehen. Sollten Sie verdächtige Feststellungen machen oder den Verdacht haben, Opfer eines Betrugsversuchs geworden zu sein, wenden Sie sich unverzüglich an die Polizei. Eine gesunde Skepsis und die frühzeitige Einbindung von Vertrauenspersonen können wirksam dazu beitragen, Schäden durch falsche „WhatsApp“-Nachrichten zu verhindern.
Quelle KPB Unna
































