Mit Pistolen durch den Großstadtbahnhof – Junge Männer aktivieren mehrere Polizeistreifen

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Sie trugen Pistolen offen im Hosenbund und bedrohten sich gegenseitig damit.

Zwei 19 und 21 Jahre alte Männer haben am Dienstag, 18. August, einen Polizeieinsatz im Dortmunder Hauptbahnhof ausgelöst. Ein Mitarbeiter der DB AG meldete der Bundespolizei um 10.45 Uhr eine Gruppe junger Leute, die angeblich mit Pistolen herumfuchtelten und sich gegenseitig bedrohten.

Mehrere Streifen eilten umgehend in die Haupthalle und trafen dort auf zwei junge Männer (19, 21), wohnhaft in Melle. Sie trugen die von dem Bahnmitarbeiter beobachteten Pistolen vorne in ihrem Hosenbund.

Die Beamten beschlagnahmten die Waffen umgehend und brachten die beiden Männer zur Klärung des Sachverhalts zur Wache. Die Pistolen entpuppten sich als Anscheinswaffen – mit anderen Worten Spielzeugpistolen.

Bild: Bundespolizei

Nach erfolgter Belehrung beschlossen die jungen Männer (aus Rumänien und Moldavien), sich zum Thema auszuschweigen. Ihre Identität stellten die Uniformierten anhand der mitgeführten Ausweispapiere fest und entließen sie im Anschluss.

Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ein und sicherte die Aufnahmen der Videoüberwachungsanlage des Dortmunder Hauptbahnhofs. Denn: „Spielzeuge können oft nicht als solche erkannt werden und können daher gefährliche Situationen oder größere Einsätze auslösen.“

Quelle Bundespolizei Dortmund

10 KOMMENTARE

  1. Journalistisch seriös würde die Überschrift lauten:
    „Mit Spielzeugpistolen durch den Großstadtbahnhof – Junge Männer aktivieren mehrere Polizeistreifen“

    • Die Überschrift ist einwandfrei journalistisch seriös, da auch Spielzeugwaffen Waffen sind, nämlich Anscheinswaffen, daher benutzen wir im Titel einen Sammelbegriff. Journalistisch seriös bedeutet weitergehend keineswegs, komplette Inhalte in Titel zu packen, sondern auch neugierig zu machen. Unseriös würde bedeuten, etwas vorzugaukeln, was nicht stimmt. Das tun wir nicht. Beschweren Sie sich im Übrigen bitte zugleich bei der Pressestelle der Bundespolizei, die ebenfalls diese Titel gewählt hat und dergestalt ebenfalls unseriös agiert. Schönen Abend!

      • Den Lesern wird mit der Überschrift suggestiert, daß die Männer mit echten Waffen durch den Hauptbahnhof gingen um die Situation dramatischer darzustellen, damit mehr Leser auf den Bericht klicken.
        Das nennt man nicht „neugierig machen“, sondern „Clickbait“.

  2. Moment mal: Am hellichten Tage mit „Anscheins“waffen durch den Bahnhof und kein Straftatbestand ersichtlich, um die „Jungs“ sofort einzubuchten bzw. in die Psychatrie zu bringen?
    Kein Passant ohne erheblichen Schrecken oder Angst zu erleben?
    Das gibts doch nur noch hier.
    Womöglich hat ein Kumpel von denen das noch heimlich gefilmt und es findet sich im Internet wieder.
    Dank an die Polizisten, besonders an deren Geduld und Disziplin, nicht gehörig Zorn walten zu lassen.
    Hoffentlich stehen die beiden „Zugereisten“ schnellstmöglich vor einem Gericht.
    Ich bin empört. in Rumänien und Moldawien hätten die sich das nicht getraut, aber hier…

    • Es gab nie eine Gefahr für irgend jemanden.
      Ihre Forderung, das das tragen von Spielzeupistolen genauso bestraft wird wie eine konkrete Bedrohung durch echte Schußwaffen, zeigt ein schwer gestörtes Rechtsempfinden bei ihnen.

      Was muß mit ihnen passiert sein, daß sie nicht mehr juristisch und geistig zwischen einer Spielzeugpistole und einer echten Waffe unterscheiden können?

      PS:
      Der Begriff „Anscheinswaffe“ stammt aus dem deutschen Recht (§ 42a WaffG). In Rumänien gibt es diesen speziellen Rechtsbegriff nicht.

    • Juristisch ist das keine Straftat, sondern nur eine Ordnungswidrigkeit.
      Bußgeld „bis zu“ 10.000 Euro für einen Extremfall wird kaum verhängt.
      Wahrscheinlich werden es ein paar wenige hundert Euro.
      Es ging ja nie irgendeine Gefahr von den beiden aus. Es wurde auch niemand bedroht.
      Mit Störung des öffentlichen Friedens hat das juristisch gar nichts zu tun.

  3. Naja.
    An dem Bericht des RB habe ich nichts auszusetzen. Auch Spielzeugpistolen sind vom Namen her Pistolen. Und ja, es handelt sich, streng genommen, laut Bilder dann um eine Spielzeugpistole und einen Spielzeugrevolver.
    Aber eine Anscheinswaffe ist eben keine Waffe, sie erweckt nur den Anschein, als wäre sie eine.
    Dieser Anschein kann im besten Deutschland Drohpotential entwickeln.
    Früher hätte man gelacht oder es hätte von den Eltern einen Satz heißer Ohren gegeben.
    Aber es wäre keiner auf die Idee gekommen, daß die Kniften echt sein könnten.
    Es ist nur eine OW und da wäre eine Einbuchtung ziemlich drüber gewesen.

  4. Hier gilt kein rumänisches Recht und natürlich haben alle Passanten herzlich über die „Halbgaren“ geschmunzelt und die Polizei hat sicher sofort bemerkt: „Ach, nur Spilezeug…“
    In München hat kürzlich ein 14-jähriger, abgelehnter Asylbewerber und samt Familie zur Ausreise verpflichtet, mit einer Anscheinswaffe „rumgefuchtelt“, ließ diese nicht fallen, richtete sie auf die herbeigerufene Polizei und wurde von dieser angeschossen.
    Icch würde eine Spielzeugwaffe nur erkennen, wenn Zündplätzchenstreifen zu sehen wären, ansonsten ginge ich in Deckung (wenn es noch möglich ist)
    Wenn es den beiden jungen Erwachsenen so wichtig ist, im Bahnhof mit „Spielzeugpistolen“ ihren „Spaß“ zu haben, dann bitte in deren Heimatländern – vllt. wären dort 24 Stunden Arrestzelle schon lehrreich genug

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