Waffentrageverbot egal: Sturmgewehre und Messer in Wohnung in Sölde gefunden – Mann schoss zuvor aus dem Fenster

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Archivbild, RB

Sein bereits verhängtes Waffentrageverbot interessierte auch diesen Mann herzlich wenig.

Am Donnerstagnachmittag (30. Juli 2026) um 15 Uhr alarmierte eine Zeugin in Dortmund-Sölde die Polizei. Ein Mann schoss aus dem Fenster eines Mehrfamilienhauses auf eine Wiese.

Einsatzkräfte umstellten das Wohnhaus und nahmen Kontakt mit dem 30-Jährigen der betroffenen Wohnung auf. Er wurde aus der Wohnung „herausgesprochen“ und vorläufig festgenommen.

Hinweise auf Drogen- oder Alkoholkonsum ergaben sich nicht.

Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung stellten die Beamten eine Vielzahl unterschiedlicher Schreckschusswaffen und Messer sicher. Unter ihnen befanden sich auch täuschend echt aussehende Sturmgewehre und Softairwaffen. Zudem wurden Drogen gefunden.

„Gegen den Mann besteht ein Waffen- und Messertrageverbot“, berichtet Polizeisprecherin Diana Krömer. Das Verbot hatte den 30-Jährigen offenbar wenig beeindruckt.

Er musste sich auf der Polizeiwache einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterziehen. „Da die besonderen Voraussetzungen für eine Untersuchungshaft nicht vorlagen, wurde er nach Abschluss der Maßnahmen entlassen“, fügt die Polizeisprecherin den meist üblichen Zusatz an.

Ihn erwarten nun Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und das Betäubungsmittelgesetz.

Zu den Waffen merkt die Dortmunder Polizei zusätzlich an:

„Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich um sogenannte erlaubnisfreie Waffen. Das Waffenrecht versteht darunter Gegenstände, deren Erwerb und Besitz keine Waffenbesitzkarte und keinen Erwerbsschein erfordert. Sie müssen ein PTB-Zulassungszeichen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt tragen und dürfen nur von Personen ab 18 Jahren nach Vorlage eines amtlichen Altersnachweises frei erworben werden. Das Führen in der Öffentlichkeit, das Schießen außerhalb zugelassener Schießstätten oder dem eigenen, geschlossenen Privatgeländeist nicht erlaubt. Die Ermittlungen zu den einzelnen Waffen und deren Einordnung dauern an.“

PM Polizei DO

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