CO2-neutral bis 2040: Ev. Kirchenkreis investiert zwei Mio. Euro in „klimagerechte Modernisierungen“

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Ev. Stadtkirche Unna. - Foto RB

Als Kirche „wirksam sein“ – das will der Ev. Kirchenkreis Unna auch in Sachen Klimaschutz. Deshalb hat die Synode ein „Klimaschutzkonzept“ verabschiedet, das das Ziel vorgibt, bis 2040 „treibhausgasneutral“ zu sein.

Dafür werden in den nächsten Jahren 2 Millionen Euro insbesondere in die klimagerechte Modernisierung von Gebäuden investiert, teilte der Kirchenkreis als eines der Ergebnisse seiner Kreissynode mit. Die Synode ist das oberste Leitungsorgan des Kirchenkreises.

Gastrednerin und Religionssoziologin Dr. Miriam Zimmer sprach über die Messbarkeit der Auswirkungen kirchlichen Handelns. Ihre Botschaft: Die Erkenntnisse gerade in Änderungsprozessen mit knapperen Ressourcen nutzen (mit anderen Worten: einbrechenden Mitgliederzahlen und Kirchensteuern) und danach entscheiden, war ihre Botschaft. „Dann machen wir keine großen Leitpapiere mehr, sondern nehmen uns vielleicht eine Idee pro Jahr.“

Dies nahm auch Superintendent Dr. Karsten Schneider auf, der in seinem Bericht über die Situation der Gemeinden dazu ermutigte:

„in unseren Zusammenhängen Neues zu wagen und auszuprobieren, Kirche damit in gewisser Hinsicht zu re-formieren.“

Mittlerweile sind im Kirchenkreis Unna alle 13 Gemeinden auf Wegen zur Vereinigung mit Nachbargemeinden.

In Bergkamen und im Süden haben die zukünftigen Gemeinden schon neue Namen, in Kamen wird gerade danach gesucht, in Unna sind die Beratungen über die Zusammenarbeit im Gange.

Dass dies ein notwendiger Weg sei, um als Kirche weiterhin wirkungsvoll zu sein, davon ist Schneider überzeugt. Hierauf bezog sich auch die 1. stellvertretende Landrätin Heike Bartmann-Scherding in ihrem Grußwort: „Kirche darf sich nicht zurückziehen, wir verstehen und brauchen sie als verlässlichen Partner für die vielen Aufgaben, die Kirche übernimmt.“

Eine davon ist die des Klimaschutzes, unterstreicht der Kirchenkreis in seiner Pressemitteilung. Hierfür hat die Synode ein Klimaschutzkonzept verabschiedet, dass das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2040 verfolgt und hierfür konkrete Maßnahmen beschreibt – etwa Gebäude „klimagerecht“ zu modernisieren, wofür der Kirchenkreis 2 Millionen Euro reserviert.

Dr. Miriam Zimmer ermutigte die Synodalen, ihr Engagement auf die jeweilige Wirkung hin zu überprüfen und auszurichten. (Foto Ev. KK)

Auch verabschiedet wurde ein Schutzkonzept zur Prävention sexualisierter Gewalt. Dort werden die Maßnahmen beschrieben, die im Ev. Kirchenkreis Unna zum Schutz vor Übergriffen ergriffen werden, aber auch die Aufarbeitung im Falle von Vorfällen bekommt dadurch Struktur. Arbeitsblätter ergänzen das Konzept und machen es zu einer praktischen Handlungshilfe.

Für die Zusammenarbeit in einem gemeindlichen pastoralen Team hat die Synode Leitlinien festgesetzt. Zukünftige „Interprofessionelle Pastoralteams“ – kurz IPT – setzen sich zusammen aus Pfarrpersonen sowie weiteren Mitarbeitern. Die können etwa zuständig sein für Gemeindepädagogik oder Gemeindemanagement. Gerade für die zukünftig entstehenden großen Gemeinden sind solche Teams in Planung.

Die Kreissynode leitet den Kirchenkreis und besteht aus Delegierten der Gemeinden sowie Vertretungen der Arbeitsbereiche. Sie hat im Kirchenkreis Unna rund 100 Mitglieder und kommt zweimal jährlich zusammen.

Quelle: Ev. Kirchenkreis Unna

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