Sondereinsatz u. a. in Bummelzone Unna: Bürger berichten von vielen Beinahe-Unfällen mit Rad- und E-Scooter-Fahrern

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Kontrollen in der Fußgängerzone Unna - das Bild zeigt die Unterführung am Königsborner Tor, die seit Herbst letzten Jahres als Unfallhäufungspunkt klassifiziert ist. (Foto KPB Unna)

„Die Maßnahmen wurden von vielen Bürgerinnen und Bürgern ausdrücklich begrüßt. Sie berichteten von gefährlichen Situationen und Beinaheunfällen, insbesondere mit Fahrrad- und Elektrokleinstfahrzeugfahrern in Fußgängerzonen.“

Dies betont die Kreispolizei Unna als Bilanz des landesweiten Sondereinsatzes „sicher.mobil.leben“, bei der am Dienstag (28. 4.) von 07:00 bis 15:00 Uhr umfangreiche Verkehrskontrollen durchgeführt wurden – auch mit Blick auf Zweiradfahrer.

Schwerpunkte lagen an Schulzentren sowie in Fußgängerzonen. Dabei wurden zahlreiche Verstöße festgestellt:

Insgesamt 197 Geschwindigkeitsverstöße (davon 152 ohne klassisches Herauswinken), 18 Verstöße im Zusammenhang mit Elektrokleinstfahrzeugen – also E-Scootern (u. a. verbotene Verkehrsflächen, Nutzung zu zweit von E-Scootern) sowie 14 Verstöße durch Radfahrer (u. a. überhöhte Geschwindigkeit, Handy-Nutzung, Befahren von Fußgängerzonen). Hinzu kamen 19 weitere Verstöße, etwa beim Abbiegen oder gegen die Gurtpflicht.

Zudem wurden Strafanzeigen wegen fehlenden Pflichtversicherungsschutzes, Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie Fahrens unter dem Einfluss von THC erstattet. Besonders auffällig war ein 14-jähriger Fahrer eines manipulierten Scooters, der mit 40 km/h unterwegs war. In einem weiteren Fall zeigte ein Fahrer eines E-Scooters deutliche körperliche Auffälligkeiten; ein freiwilliger Drogenvortest verlief positiv auf THC, so dass anschließend die Entnahme einer Blutprobe folgte.

Begleitend führte die Verkehrssicherheitsberatung in der Fußgängerzone Unna präventive Maßnahmen durch.

„In verkehrsdidaktischen Gesprächen wurden Fahrrad- und E-Scooter-Fahrer für die Gefahren im Straßenverkehr sensibilisiert.“

Quelle KPB Unna

Das von der Unnaer Polizei mitgeschickte Foto zu dieser Kontrolle zeigt im Hintergrund die Bahnunterführung am Königsborner Tor, die seit Herbst vorigen Jahres als Unfallbrennpunkt gelistet ist. Die Kreisunfallkommission hat festgestellt, dass dort (auf getrennten Spuren für Fußgänger und Radfahrer) Unfallhäufungen festzustellen sind.

Die Ursachenforschung läuft, Maßnahmen dagegen wurden bisher noch nicht ergriffen.

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