SPD: Land muss Finanzierungslücke bei Sprachkitas und Kita-Helfern schließen – Kreis soll bis dahin einspringen

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Symbolbild - Quelle Pixabay

„Wieder einmal muss die kommunale Ebene einspringen!“, schimpft die SPD-Kreistagsfraktion. Sie fordert eine verlässliche Übergangslösung für die Sonderprogramme „Sprach-Kita“ und „Kita-Helfer“.

Mit einem Änderungsantrag für den Jugendhilfeausschuss vorige Woche peilt die SPD das Ziel an, dass nicht refinanzierte Personalkosten bei freien Trägern über einen freiwilligen Zuschuss zu den Betriebskosten ausgeglichen werden – bis das Land NRW im KiBiz eine tragfähige Neuregelung schafft.

„Das Land hat die Rahmenbedingungen verschärft, aber die Finanzierung nicht angepasst. So entsteht eine Lücke, die viele Träger nicht schließen können – und am Ende zahlen Kinder, Familien und Fachkräfte den Preis“,

kritisiert Frederik Bald, zuständiger Sprecher der SPD-Fraktion. „Wer Programme wie Sprach-Kitas will, muss sie auch auskömmlich finanzieren. Alles andere ist ein Abwälzen von Verantwortung.“

Hintergrund sind konkretisierte Verwaltungsvorschriften, nach denen Trägeranteile in den Programmen nicht mehr wie bisher aus KiBiz-Mitteln oder Rücklagen erbracht werden können. Dadurch geraten insbesondere freie Träger ohne eigene Steuermittel erheblich unter Druck.

Im Programm „Kita-Helfer“ betrifft dies vor allem bereits geschlossene Verträge mit höheren Stundenumfängen im laufenden Kita-Jahr 2025/2026. Bei der „Sprach-Kita“ reicht die Festbetragsförderung nicht aus, um Personal- und Sachkosten vollständig zu decken; ein Ausgleich des Fehlbetrags ist jedoch in der bisherigen Form nicht mehr zulässig.

Das ist für die SPD umso unverständlicher vor dem Hintergrund, dass das Land mit den so genannten ABC-Klassen eine weitere Säule der Sprachförderung etablieren will. Dabei wäre es hilfreicher, wenn die bestehenden Rahmen auskömmlich finanziert würden.

„Das ist kein technisches Detail, sondern ein handfestes Risiko: Wenn Träger den Eigenanteil nicht mehr darstellen können, stehen Stellen und Mittel auf der Kippe – und am Ende brechen Angebote weg“, so Bald. „Sprachförderung und Entlastung in den Einrichtungen gibt es nicht  zum Nulltarif. Das Land muss die Finanzierungslücke schließen.“

„Unser Ziel ist Planungssicherheit. Die Träger brauchen jetzt Klarheit, damit bewährte Angebote nicht wegbrechen und Fachkräfte nicht weiter belastet werden“, sagt Bald. „Gleichzeitig erwarten wir vom Land NRW, dass es kurzfristig handelt und die Finanzierung im KiBiz so regelt, dass Programme nicht nur angekündigt, sondern dauerhaft abgesichert werden.“

Hier finden Sie den Antrag: https://www.spd-kreistag-unna.de/wp-content/uploads/sites/1508/2026/03/2026_03_09___nderungsantrag-Sonderprogramme-Kita.pdf

Quelle: SPD Kreis Unna

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