Ein Eröffnungsangebot hat am Sonntagnachmittag (8. November) auf dem Körner Hellweg in Dortmund einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst.
Bis zu 300 Personen versammelten sich vor einem Schnellimbiss – am Ende bewarfen Randalierer Einsatzkräfte mit Steinen, Lachgasflaschen und Pyrotechnik.
Der Betreiber hatte sein Eröffnungsangebot im Vorfeld intensiv im Internet beworben. Gegen 14:15 Uhr warteten bis zu 300 überwiegend Jugendliche und Minderjährige vor dem Geschäft.
Trotz eines vom Betreiber engagierten Sicherheitsdienstes kam es in der Schlange rasch zu Unmutsbekundungen und Handgreiflichkeiten, sodass der Inhaber schließlich die Polizei um Hilfe rief und die Aktion beendete.
Angriffe mit E-Scooter, Stuhl und Pyrotechnik
Als die alarmierten Polizisten eintrafen und die Menge per Lautsprecherdurchsage aufforderten, den Bereich zu verlassen, schlug die Stimmung in Gewalt um, berichtet ein Polizeisprecher.
Personen aus der Gruppe bewarfen die Beamten gezielt mit Steinen, Lachgasbehältern, einem Stuhl, einem E-Scooter und Feuerwerkskörpern. Dabei wurde unter anderem ein Streifenwagen durch einen Steinwurf beschädigt.
Erst durch das Hinzuziehen von Einheiten der Bereitschaftspolizei und die Unterstützung eines Polizeihubschraubers konnte die Lage wieder unter Kontrolle gebracht werden.
Schreckschusswaffe sichergestellt und Schließung angeordnet
Ein Mann weigerte sich, dem erteilten Platzverweis zu folgen. Als Polizisten das Verbot durchsetzen wollten, leistete er Widerstand. Bei seiner anschließenden Durchsuchung entdeckten die Beamten eine PTB-Waffe (Schreckschusswaffe) und stellten sie sicher.
Nach der Feststellung seiner Personalien und erkennungsdienstlichen Maßnahmen wurde der Mann wieder entlassen.
Das Ordnungsamt erschien ebenfalls vor Ort und untersagte den weiteren Betrieb des Imbisses. Die Polizei leitete mehrere Strafverfahren ein – unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Sachbeschädigung und Beleidigung.
Zudem werten Ermittler derzeit umfangreiches Videomaterial aus. Auch eine mögliche finanzielle Regressforderung an den Betreiber für den Polizeieinsatz wird derzeit geprüft.
(Quelle: Polizei Dortmund)
































