Auf die Kommunen im Kreisgebiet kommt eine deutliche Erhöhung der Müllgebühren zu. Für das Jahr 2027 fordert die Kreisverwaltung insgesamt 29,2 Millionen Euro von ihren Städten und Gemeinden – das entspricht einer Steigerung um 14,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Kommunen reichen diese Mehrkosten über die Grundbesitzabgaben an die Haushalte weiter.
MVA-Anbau und gesetzliche Vorgaben treiben Kosten
Hauptgrund für den Preissprung sind gesetzliche Auflagen.
- Die Müllverbrennungsanlage (MVA) Hamm muss rund 70 Millionen Euro in eine moderne Rauchgasreinigung investieren.
- Zusammen mit dem CO2-Zuschlag führt dies zu Mehrkosten von 1,4 Millionen Euro.
- Zudem sind die Erlöse für Altpapier um 500.000 Euro eingebrochen,
- während Personalkosten und die Aufbereitung von Sperr- und Bioabfall steigen.
Die Aufbereitungsanlage in Lünen dämpft den Anstieg zwar durch Wertstoff-Aussortierung um etwa 770.000 Euro, kann den Gesamttrend aber nicht auffangen.
Die Gebührensätze für 2027 im Überblick
- Restabfall: Der Gebührensatz steigt um 54,23 Euro auf 357,93 Euro pro Gewichtstonne (kalkulierte Menge: 53.270 Tonnen). Die Gesamtkosten inklusive Wertstofftonne und Schadstoffsammlung liegen bei 19,7 Millionen Euro.
- Sperrmüll: Die Leistungsgebühr klettert um 8,13 Euro auf 106,58 Euro per Gewichtstonne. Die Grundgebühr steigt um 27 Cent auf 6,06 Euro je Einwohner.
- Bio- und Grünabfall: Der Satz für Bioabfall erhöht sich lohnbedingt um 4,41 Euro auf 110,50 Euro pro Tonne. Beim Grünabfall steigt die Gebühr um 1,10 Euro auf 86,65 Euro pro Tonne.
- Altpapier: Die kalkulierte Vergütung liegt bei nur noch 51,91 Euro pro Tonne (Gesamterlös: rund 649.000 Euro).
Nach den anstehenden Beschlüssen in den Kreisgremien im November und Dezember berechnen die einzelnen Kommunen die genauen Gebührensätze für ihre Bürger.
Quelle: Kreis Unna
































