Fall „Alina“: Eltern des toten Säuglings in Hamm festgenommen

0
14
Diese Fotos der Polizei Münster zeigen die Einkaufstasche, in der der tote Säugling gefunden wurde, und eine beigelegte karierte Decke. (Fotos: Polizei Münster)

Im Fall des Ende September tot aufgefundenen Säuglings in Beckum (wir berichteten auf unserer Partnerseite Ausblick am Hellweg) gibt es einen Durchbruch bei den Ermittlungen:

Die Polizei hat die Eltern des Neugeborenen in Hamm identifiziert und deren Wohnung durchsucht. Das Verfahren wurde nun von der Staatsanwaltschaft Dortmund übernommen.

Durchsuchung und vorläufige Festnahme in Hamm

Am Dienstag, 3. November 2026, durchsuchten Einsatzkräfte die Wohnung des 42-jährigen Vaters und der 37-jährigen Mutter in Hamm. Beide Verdächtigen wurden vorläufig festgenommen.

Da der mögliche Tatort sowie der Wohnort der Verdachtsträger in Hamm liegen, ging das Ermittlungsverfahren am Mittwoch, 4. November 2026, offiziell an die Staatsanwaltschaft Dortmund über. Die rechtsmedizinischen Untersuchungen reichten bislang jedoch nicht aus, um einen dringenden Tatverdacht gegen einen der beiden Beschuldigten aufrechtzuerhalten.

Die 37-Jährige und der 42-Jährige wurden daher wieder aus dem Gewahrsam entlassen.

Fund im Poco-Beutel löste Großfahndung aus

Passanten hatten den Leichnam des neugeborenen Mädchens am 26. September 2026 gegen 16:00 Uhr am Feldweg „Alter Hammweg“ in Beckum entdeckt. Das Baby lag verpackt in einer blau-gelben Poco-Einkaufstüte, gewickelt in eine rot-karierte Decke und ein beiges Saunatuch der Marke „Möve for frottana“.

Eine am 27. September 2026 durchgeführte Obduktion ergab Anhaltspunkte für eine mögliche Gewalteinwirkung.

Nachdem wochenlang intensiv nach der Herkunft des Kindes gefahndet wurde, führten die Spuren die Mordkommission schließlich nach Hamm.

Quelle: Staatsanwaltschaft Dortmund / Polizei Münster

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here