Kein MRT in Justizvollzugsklinik Fröndenberg: Häftling Dijvar G. bei externer Untersuchung in Arztpraxis befreit

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Archivbild, das Justizvollzugskrankenhaus in Fröndenberg am Hirschberg.

Er sollte im MRT untersucht werden – das Fröndenberger Justizvollzugskrankenhaus hält jedoch kein solches Gerät in seiner Radiologie vor. Dies machte sich ein Häftling zu Nutze: Ihm gelang die Flucht, als er, vom Fröndenberger Krankenhaus angeordnet, extern in einer Essener Arztpraxis im MRT untersucht werden sollte.

Der Strafgefangene Dijvar Gündüz, ein 34-jähriger deutscher Staatsangehöriger, war am 21. September aus der JVA Essen in die Justizvollzugsklinik am Hirschberg in Fröndenberg eingeliefert worden. Für eine Untersuchung in einem MRT wurde Gündüz am Mittwoch, 14. Oktober, in eine Arztpraxis in der Essener Innenstadt gebracht.

Der Häftling trug eine Fußfessel und war in Begleitung zweier JVA-Bediensteter.

Um 12:44 Uhr alarmierten Mitarbeiter der Arztpraxis am Kennedyplatz die Polizei: Zwei unbekannte Männer hatten die beiden Justizbeamten angegriffen und Dijvar Gündüz befreit. Sie seien maskiert gewesen.

Alle drei flüchteten.

Die Polizei leitete umgehend umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein und war mit einer Vielzahl von Einsatzkräften im Essener Stadtgebiet im Einsatz. Zugleich wurde ein Foto des entflohenen Strafgefangenen veröffentlicht.

Foto Polizei Essen

Parallel zu dem Einsatz am Kennedyplatz meldete ein Zeuge einen verdächtigen Gegenstand unter einem geparkten Fahrzeug an der Lindenallee. Entschärfer des Landeskriminalamtes untersuchten den Gegenstand und stuften ihn als ungefährlich ein. Ob ein Zusammenhang mit der Befreiung des Häftlings besteht, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Der entflohene Häftling und seine Begleter sind nach wie vor verschwunden.

Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zum Aufenthaltsort von Gündüz oder zu seinen beiden Befreiern machen können, sich umgehend zu melden. Vorsicht: Derzeit kann eine Bewaffnung der Täter nicht ausgeschlossen werden.

Hinweise nimmt die Polizei über den Notruf 110 oder unter 0201/829-0 entgegen. „Sollten Sie die Männer sehen, sprechen Sie diese nicht an und verständigen Sie umgehend die Polizei.“

Quellen Polizei Essen / WDR Dortmund

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