Atemwegserkrankungen machen den Menschen im Kreis Unna stark zu schaffen – AOK empfiehlt Grippeimpfung:
Es wird gehustet, geniest, geschnieft: Atemwegsinfektionen machen den Menschen im Kreis Unna derzeit stark zu schaffen. Sie waren schon im ersten Halbjahr dieses Jahres erneut der häufigste Grund für eine Krankschreibung, erinnert die AOK Nordwest: Ihr Anteil an allen Arbeitsunfähigkeitsfällen lag bei 25 Prozent.
„Aufgrund der Jahreszeit muss in den nächsten Wochen mit einer weiteren Zunahme von Virusinfektionen gerechnet werden“, so die AOK. Deshalb appelliert sie an alle im Kreis Unna, sich jetzt gegen die Virusgrippe impfen zu lassen.
Der beste Zeitraum für eine Grippeimpfung sind die Monate Oktober bis November. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt die jährliche Grippeschutzimpfung insbesondere für Menschen ab 60 Jahren. Denn mit zunehmendem Alter lassen die Abwehrkräfte nach: Infektionskrankheiten wie die Grippe können dann gefährliche Folgen nach sich ziehen. Dazu gehören Lungenentzündungen, Herzinfarkte und Schlaganfälle.
Eine Influenza kann zudem Asthma verschlimmern oder einen Asthmaanfall auslösen. Die STIKO empfiehlt die Impfung darüber hinaus für Schwangere oder chronisch Kranke, medizinisches und pflegerisches Personal sowie Personengruppen mit umfangreichem Publikumsverkehr. Die Grippeimpfung wird von den gesetzlichen Krankenkassen für ihre Versicherten übernommen. Dafür wird nur die elektronische Gesundheitskarte vorgelegt.
Grippeschutzimpfung beim Arzt oder in der Apotheke
„Nach der Impfung dauert es bis zu 14 Tage, bis sich der Impfschutz aufgebaut hat. Da nahezu jedes Jahr verschiedene Grippeviren maßgeblich sind, wird der Impfstoff jährlich an die zu erwartende Virus-Variante angepasst“, so die AOK. Neben Ärzten impfen auch Apotheker mit spezieller Fortbildung.
Impfbereitschaft auf niedrigem Niveau
Die Bereitschaft zur Grippeschutzimpfung in Westfalen-Lippe war jedoch im vorigen Jahr gerade bei älteren Menschen ab 60 Jahren weiterhin nur gering ausgeprägt. Nur etwa jeder vierte AOK-Versicherte 24,8 Prozent) in der vom RKI empfohlenen Altersgruppe ließ sich gegen die Influenza-Grippe impfen, so die Kasse. „Im Vergleich zum grippalen Infekt mit Husten, Schnupfen und Heiserkeit nimmt die Virusgrippe häufig einen schweren Verlauf mit hohem Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen sowie trockenem Reizhusten.“
PM AOK Nordwest
































