Unermüdlicher Einsatz für schwerstkranke Kinder – Trauer um Fröndenbergs „Dorfsheriff“ Theo Beiske

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Theo Beiske nahm jede Gelegenheit wahr, für sein Herzensanliegen Spenden zu sammeln, so wie hier vor einigen Jahren beim Fröndenberger Frühlingsmarkt. (Foto RB)

Die Stadt Fröndenberg und die gesamte Region trauern um eine ihrer engagiertesten und bekanntesten Persönlichkeiten. Der ehemalige Polizeibeamte und unermüdliche Spendensammler Theo Beiske ist im Alter von 72 Jahren verstorben.

Mit ihm verliert die Ruhrstadt nicht nur ein vertrautes Gesicht, sondern vor allem einen Mann mit einem außergewöhnlich großen Herzen, mitreißender Offenheit und Herzlichkeit und unerschöpflicher Energie für die gute Sache.

Über Jahrzehnte hinweg war Theo Beiske für die Bürgerinnen und Bürger in Fröndenberg weit mehr als nur ein Ordnungshüter (und nicht zuletzt auch als begeisterter Rennradfahrer bekannt).

Als langjähriger Bezirksdienstbeamter der Ruhrstadt – von vielen liebevoll als der „Dorfsheriff“ bezeichnet – war er stets nah an den Menschen, hatte für jedes Problem ein offenes Ohr und strahlte eine mit ansteckendem Humor gemixte tiefe menschliche Wärme aus.

Sein eigentliches Lebenswerk begann für viele jedoch erst so richtig mit dem Eintritt in den Ruhestand.

Nach seiner Pensionierung setzte er seine Energie und seine Bekanntheit für diejenigen ein, die die Hilfe der Gesellschaft am dringendsten benötigen: schwerstkranke Kinder.

Durch seine privat initiierte Aktion „Theo Beiske hilft“ wurde er zu einem der erfolgreichsten privaten Spendensammler der Region. Mit unerschöpflicher Kreativität und unbändigem Willen organisierte er über Jahre hinweg unzählige Aktionen.

Ob durch das Sammeln von Millionen Kunststoff-Verschlüssen, die Organisation von Benefizkonzerten, Kooperationen mit lokalen Unternehmen oder persönliche Spendenaufrufe – Theo Beiske mobilisierte eine ganze Region.

Sein unermüdlicher Einsatz galt der Isabell-Zachert-Stiftung und dem Waldpiraten-Camp in Heidelberg, einer Einrichtung der Deutschen Kinderkrebsstiftung. Bis zuletzt konnte er die beeindruckende Gesamtsumme von weit über 384.000 Euro an Spenden übergeben, um krebskranken Kindern nach schwerer Krankheit wieder Lebensfreude und Mut zu schenken.

Für dieses herausragende ehrenamtliche Engagement wurde er unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet – eine Ehrung, die er mit großer Bescheidenheit entgegennahm, da für ihn immer die Sache und die Kinder im Vordergrund standen.

Theo Beiske hinterlässt weit über seine Heimatstadt hinaus eine tiefe Lücke. Sein Lebenswerk bleibt.

Seine letzte Spendenaktion veröffentlichte er am 14. Juni dieses Jahres auf seiner Homepage.

Auch unsere Redaktion kannte „Theo“ gut. Wir sind sehr traurig über seinen Tod und werden ihn vermissen. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Angehörigen und all seinen Weggefährten. Fröndenberg wird Theo Beiske ein ehrendes und dankbares Andenken bewahren.

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