Getunte E-Scooter, riskante Fahrmanöver und Videos davon in sozialen Medien beschäftigen derzeit die Kreispolizeibehörde Unna. Insbesondere im Bereich des Königsborner Kurparks und der Innenstadt von Unna stellen die Beamten ein erhöhtes Aufkommen fest.
Der Verkehrsdienst der Kreispolizei führt deshalb aktuell verstärkte Kontrollen in den bekannten Bereichen durch. Dabei werden sowohl die technischen Veränderungen an den E-Scootern als auch das Verhalten der Fahrerinnen und Fahrer überprüft.
In den vergangenen Tagen stellten die Einsatzkräfte zahlreiche Verstöße fest. Neben Ordnungswidrigkeiten wurden auch Strafanzeigen gefertigt, unter anderem wegen Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Auch Verstöße gegen Zeichen und Weisungen von Polizeibeamten wurden konsequent verfolgt.
Im Rahmen der Kontrollen wurden Personen aus der Szene identifiziert, die für entsprechende Videos in sozialen Medien verantwortlich sein könnten. E-Scooter und Smartphones wurden zur weiteren Beweissicherung sichergestellt oder beschlagnahmt. Auch veröffentlichte Videos können im Rahmen von Ermittlungen als Beweismittel herangezogen werden.
Polizei Unna warnt vor gefährlichen Fahrmanövern
Die Polizei Unna weist ausdrücklich darauf hin, dass technische Manipulationen nicht nur rechtliche Konsequenzen haben können, sondern auch erhebliche Unfallgefahren mit sich bringen. Bremsen und andere Fahrzeugkomponenten sind nicht zwangsläufig für höhere Geschwindigkeiten ausgelegt. Längere Bremswege und eine eingeschränkte Kontrolle über den E-Scooter können die Folgen sein.
Auch Eltern tragen Verantwortung
Eltern sollten mit ihren Kindern über die Gefahren riskanter Fahrmanöver und die Veröffentlichung entsprechender Videos sprechen. Ein vermeintlich spektakuläres Video kann andere Jugendliche zum Nachahmen animieren und im schlimmsten Fall zu einem schweren Verkehrsunfall führen.Verstöße können je nach Einzelfall strafrechtliche oder ordnungswidrigkeitenrechtliche Folgen haben. Auch Auswirkungen auf einen späteren Führerscheinerwerb sind möglich. Die zuständige Fahrerlaubnisbehörde entscheidet darüber jeweils im Einzelfall.
Die Polizei Unna appelliert daher an alle Jugendlichen: Lasst euch nicht für ein Video zu gefährlichem Verhalten verleiten und macht riskante Fahrmanöver anderer nicht nach.
Die verstärkten Kontrollen durch den Verkehrsdienst werden fortgeführt. Die Polizei wird insbesondere in den bekannten Bereichen weiterhin präsent sein und konsequent gegen gefährliches und rechtswidriges Verhalten vorgehen.

































Warum nicht auch gleichzeitig gegen getunte E-Bikes ???
Die sind häufiger, noch schneller, noch schwerer und weitaus gefährlicher als E-Scooter.