Ein Reifenplatzer eines Schwertransporters gegen 00:45 Uhr mitten in der Nacht sorgt am heutigen Dienstag (18. August) für eine A2-Vollsperrung zwischen Kamen/Bergkamen und Lünen-Süd auf beiden Richtungsfahrbahnen (Hannover/Oberhausen).
Die Polizei bittet alle Verkehrsteilnehmer, den Bereich weiträumig zu umfahren.
Der Schwertransporter hatte einen großen Kran geladen, der bei dem Unfall teilweise über die Mittelschutzplanke kippte.
Vor Ort liefen auch Betriebsmittel aus, von denen die Fahrbahn zusätzlich gereinigt werden muss. Der Fahrer (35) sowie sein Beifahrer (14) wurden leicht verletzt.
Die aufwändigen Bergungsarbeiten werden einer ersten Schätzung zufolge bis in die Mittagsstunden andauern, die Vollsperrung des Teilbereichs bis zum späten Abend.
Ein spezialisiertes Verkehrsunfallaufnahme-Team des Polizeipräsidiums Münster nahm den Unfall vor Ort mit modernsten technischen Hilfsmitteln auf.
Die Feuerwehr Kamen ergänzte um 9.20 Uhr:
Die Feuerwehr Kamen wurde in der Nacht zu Dienstag gegen 00:56 Uhr mit dem Einsatzstichwort „TH 2 – Personen, Schwertransporter umgestürzt“ auf die Bundesautobahn 2 alarmiert. Die Einsatzstelle befand sich in Fahrtrichtung Hannover kurz vor der Anschlussstelle Kamen/Bergkamen.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bot sich ein umfangreiches Schadensbild. Ein mit einem Mobilkran beladener Schwertransporter war aus bislang ungeklärter Ursache umgestürzt. Teile der Ladung waren dabei über die Mittelschutzplanke auf die Gegenfahrbahn geraten, sodass beide Fahrtrichtungen der A2 von dem Unfall betroffen waren.
Im Führerhaus des Schwertransporters befanden sich der Fahrer sowie ein Jugendlicher. Beide hatten das Fahrzeug verlassen können und wurden nach ersten Erkenntnissen leicht verletzt. Sie wurden durch den Rettungsdienst versorgt und anschließend zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus transportiert.
Eine besondere Herausforderung stellte der Austritt größerer Mengen an Betriebsstoffen dar. Sowohl aus dem Schwertransporter als auch aus dem transportierten Mobilkran liefen Dieselkraftstoff und Hydrauliköl aus. Die Feuerwehr stellte zunächst den Brandschutz an der Einsatzstelle sicher und leitete anschließend umfangreiche Maßnahmen ein, um die austretenden Betriebsstoffe aufzufangen und abzubinden.
Da unterhalb der Einsatzstelle die Seseke verläuft und die Gefahr bestand, dass Diesel und Hydrauliköl in das Gewässer gelangen könnten, wurde vorsorglich eine Ölsperre in die Seseke eingebracht. Damit sollte eine mögliche Ausbreitung der Betriebsstoffe im Gewässer verhindert werden.

Die Feuerwehr Kamen war mit rund 30 Einsatzkräften der hauptamtlichen Wache sowie der Einheiten Kamen-Methler, Kamen-Westick und Kamen-Mitte im Einsatz.
Nach rund drei Stunden konnten die Maßnahmen der Feuerwehr gegen 04:00 Uhr beendet und die Einsatzstelle für die weiteren Bergungs- und Aufräumarbeiten übergeben werden.
Aufgrund der aufwendigen Bergung des Schwertransporters und des Mobilkrans sowie der Verunreinigung der Fahrbahn ist derzeit noch nicht absehbar, wie lange die Sperrungen auf der A2 andauern werden.
Quellen Polizei Dortmund und Feuerwehr Kamen
































