Lünen: Sechs Babykatzen aus stillgelegtem Pkw gerettet – Hündchen nach Wurf vom Balkon eingeschläfert

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Die Kitten waren völlig verängstigt. - Foto: Stadt Lünen

„Katzenbabys aus Hitze gerettet – Hund nach Wurf vom Balkon eingeschläfert“, so titelt die Stadt Lünen eine erschütternde Pressemitteilung vom Dienstag, 30. Juni.

Während der städtische Ordnungsdienst und die Polizei nach einem Hinweis aus der Bevölkerung sechs Katzenbabys aus einem völlig überhitzten Auto retten konnten, kam für einen kleinen Hund nach schwerer Tierquälerei jede Hilfe zu spät.

Am Montag, dem 22. Juni, wurden Polizei und Kommunaler Ordnungsdienst (KOD) in ein Lüner Wohngebiet gerufen. Ein stark alkoholisierter Mann hatte seinen kleinen Hund von einem Balkon aus dem dritten Stock geworfen.

Die KOD-Mitarbeiter fanden das schwer verletzte Tier vor und brachten es zur Erstversorgung umgehend in eine örtliche Tierarztpraxis. Anschließend wurde der Hund in die Tierklinik Ahlen transportiert. Die Stadt Lünen berichtet vom traurigen Ende:

„Die inneren und äußeren Verletzungen durch den Sturz waren jedoch so massiv, dass das Tier eingeschläfert werden musste.“

Die Polizei ermittelt nun gegen den Täter, der nicht Halter des Hundes ist, und hat ein Strafverfahren wegen Tierquälerei und Sachbeschädigung eingeleitet.

Um weitere Gefahren abzuwenden, stellte der Ordnungsdienst einen zweiten Hund sicher, für den der Mann als Halter eingetragen ist.

„Sind auf unsere Mitmenschen angewiesen“

Nur zwei Tage später verhinderte ein aufmerksamer Zeugenhinweis ein weiteres Tier-Drama.

Anwohner meldeten, dass sich bei Außentemperaturen von über 30 Grad mehrere Katzenbabys in einem stillgelegten Auto im Bereich der Hammerstraße aufhielten. Die Ordnungskräfte entdeckten im vermüllten Fußraum des stark beschädigten Wagens insgesamt sechs verängstigte Kitten. 

Da auch nach genauerer Prüfung im Umfeld kein Muttertier gefunden werden konnte, nahm der KOD die Jungtiere in seine Obhut. Die Katzenbabys wurden in Abstimmung mit dem Veterinäramt an das Tierheim Unna übergeben, wo sie nun zunächst in Quarantäne aufgepäppelt werden.

„Diese beiden Einsätze zeigen die enorme Bandbreite unserer Arbeit. Der KOD ist eben oft an vorderster Front gefragt, wenn es um unmittelbare Gefahrenabwehr und den Schutz von Lebewesen geht“, betont Patrick Kusber, Teamleiter des Kommunalen Ordnungsdienstes in Lünen.

„Gleichzeitig wird deutlich, wie sehr wir auf unsere Mitmenschen angewiesen sind. Wer den Verdacht hat, dass Tiere leiden oder in Gefahr sind, sollte nicht zögern, uns zu informieren.“

Quelle Stadt Lünen

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