Nach RB-Bericht über Kanzlerschelte in Unna: Miersch (SPD) bittet Merz um Verzeihung

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„So kann man eigentlich kein Kanzleramt führen“:

Nach der öffentlichen Kanzlerschelte durch den zweitmächtigsten Sozialdemokraten der Republik am vergangenen Dienstag in Unna schlugen beim Koalitionspartner CDU kurzzeitig die Wogen hoch. Das Team um Kanzler Friedrich Merz sei „entsetzt“ gewesen, berichtete die Bildzeitung aus Koalitionskreisen.

Die mächtige Boulevardzeitung hatte den Exklusivbericht des Rundblicks über den Besuch von SPD-Fraktionschef Matthias Mersch am Abend des 28. April im Unnaer Tanzcenter kx aufgegriffen und mit großformatigen Schlagzeile auf der Titelseite verbreitet.

Miersch hatte beim Talkformat „Auf dem Roten Sofa“ vor ca. 100 Genossen der örtlichen Basis über bundespolitische Themen parliert und dabei auch den größeren Koalitionspartner erwähnt. Nach Kanzler Merz (CDU) gefragt nannte Miersch es ein „Riesenproblem“, dass Merz so zur Impulsivität neige und „was er sich da wieder zur Basisrente rausgehen hat“ – „So kann man eigentlich kein Kanzleramt führen“.

Dieses wörtliche Zitat machte ab Donnerstag bundesweit die Runde und wurde auch von internationalen Medien aufgegriffen. Dies zu einem Zeitpunkt, zu dem es zwischen den Koalitionspartnern ohnehin schon gefährlich im Gebälk knirscht.

Miersch zog der Bild (Onlineausgabe) zu Folge dann diskret die Reißleine und schrieb dem Kanzler eine Entschuldigungsmail.

Quelle Screenshot – BILD online 2.5.2026

3 KOMMENTARE

  1. Ich war mal rein beruflich mit dem ehemaligen NRW Ministerpräsidenten Steinbrück auf verschiedene Wahlkampftermine unterwegs. Im konservativen Brilon hat er etwas ganz anderes erzählt als ein Tag vorher in der Gastarbeiterstadt Bergkamen.
    Wenn die Mikrofone aus waren zu den örtlichen Regionalfürsten der Partei etwas ganz anderes als wenige Sekunden vorher noch den Wählern im Saal 🙂
    Aus der Zeit habe ich immer noch eine gewisse professionelle Diskretion verinnerlicht und schreibe deshalb nichts konkreteres darüber wie krass der Unterschied zwischen dem ist was Politiker dem dummen Wahlvolk vor Ort erzählen und was sie wirklich denken.

    • Wahrscheinlich hatte Herr Miersch nicht auf dem Schirm das es in Unna im Vergleich zu andere Städte noch ein unabhängiges journalistisches Nachrichtenportal gibt als er seine wenigen Gäste bei einer kleinen Veranstaltung in der Provinz zugelabert hat 🙂

  2. Es ist eigentlich egal was Miersch und Konsorten von der SPD dem dummen Wahlvolk erzählen, die dann bei öffentlichen Auftritte Beifall klatschen und stolz auf Selfies mit den Unfähigen sind.

    Entscheidend ist was und wie sie in Berlin agieren.

    Und da zeigen sie demonstrativ ihren beschränkt geistigen Horizont, besonders zur Finanzpolitik.

    Statt ernsthaft über Einspartpotentiale nachzudenken wird doch lieber versucht die Schuldenbremse außer Kraft gesetzt damit noch mehr Milliarden in dubiose Kanäle fließen oder selbst gegrabenen Löcher gestopft werden, natürlich mit entsprechenden Begründungen die eher als Volksverdummung anzusehen sind.

    Geplant sind neben dem „Sondervermögen“ weitere 780 Milliarden an neuen Schulden.
    Die Zinslast, zu tragen von uns, unseren Kindern und Kindeskindern beträgt jährlich 80 Milliarden allein und wird dieses Land lähmen.

    Zinsen sind kein Wirtschaft Motor.

    Aber so lange CDU Ratsmitglieder und Abgeordnete selbst keinen Hintern mehr in der Hose haben und sich von Grünen auf kommunaler, Landesebene oder von Klingbeil und Bas vorführen lassen oder gar Verständnis für Miersch Bürgerverarsche (Zitat Bild) zeigen freut es die AfD.

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