Die Feuerwehr Unna wurde am Sonntagmorgen, 29. März, gegen 6 Uhr zu mehreren Fahrzeugbränden an der Friedrich-List-Straße alarmiert. Ein Wohnmobil brannte vollständig aus, ebenso eln Berlingo, wie uns die betroffene Familie mitteilte.
Mehrere weitere Fahrzeuge wurden beschädigt. Bei den Bränden wurde niemand verletzt.
Die Feuerwehr Unna war mit 40 Einsatzkräften vor Ort. Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Kriminalpolizei aufgenommen.
„Durch die starke Rauchentwicklung während der Brände sind Rußpartikel teilweise auch über den eigentlichen Brandort hinaus verteilt worden“, informierte das Rathaus am frühen Nachmittag in einer Pressemitteilung. „Bisher gibt es keine Hinweise auf gefährliche Inhaltsstoffe.“
+++ Update am 21. April +++
Der Polizei liegen Erkenntnisse vor, dass sich zum Tatzeitraum (05.30 Uhr – 06.00 Uhr) mehrere Personen an der Friedrich-List-Straße zwischen der Kreuzung Untere Husemannstraße und der Einmündung Wiesenstraße aufgehalten haben.
„Diese Personen werden gebeten, Kontakt mit der Polizei in Unna aufzunehmen“,
bat die Behörde am 21. April in einer Folgemeldung. Es handele sich gegebenenfalls um wichtige Zeugen, auch wenn die Betreffenden derzeit vielleicht davon ausgingen, nichts Wichtiges gesehen oder gehört zu haben. Sie mögen sich daher in jedem Fall melden.
+++UPDATE am 2. April +++
Erste Teilergebnisse nach Fahrzeugbränden: Rußproben bisher unbedenklich
Wie das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (LANUK) der Feuerwehr Unna mitgeteilt hat, gibt es in den Rußproben keine Hinweise auf gefährliche Inhaltsstoffe. Obwohl die ersten Laborwerte Entwarnung geben, handelt es sich bei Rußrückständen grundsätzlich um eine Form der Verschmutzung. Daher gelten weiterhin die Empfehlungen des LANUK zu einem besonnenen Umgang mit Rußpartikeln als allgemeine Vorsichtsmaßnahme (siehe Text weiter unten).
(Fotos: Privat)

Um den Anwohnern Gewissheit über die Unbedenklichkeit der Rückstände zu geben, hat die Feuerwehr vorsorglich das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (LANUK) gebeten, Proben der Rußpartikel zu analysieren. Dies geschieht im Laufe des Sonntags.
Mit gesicherten Ergebnissen ist laut LANUK frühestens am Mittwoch, 1. April, zu rechnen.
Bis diese Laborergebnisse vorliegen, empfiehlt das LANUK aus reiner Vorsicht einen besonnenen Umgang mit den Rußniederschlägen:
Reinigung: Wer Ruß auf Gartenmöbeln oder Autos findet, kann diesen einfach mit Wasser und normalem Spülmittel abwaschen. Wie bei jeder Reinigung von Brandrückständen empfiehlt es sich, dabei Handschuhe zu tragen, um die Hände sauber zu halten.
Garten & Haustiere: Sichtbare Rußpartikel auf Rasenflächen sollten vorerst nicht aufgewirbelt werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, wartet mit dem Freigang für Haustiere im Garten bis zum nächsten Regenguss, der den Staub natürlicherweise bindet.
Fotos: Privat


„Die Anwohner im unmittelbaren Umfeld wurden bereits am Sonntagvormittag persönlich per Handzettel in den Briefkästen informiert. Sobald die Ergebnisse des LANUK vorliegen, veröffentlicht die Stadt sie umgehend auf ihrer Website“, erklärt die Pressestelle des Rathauses.
Quelle Stadt Unna





































Diese massive Brandserie in Unna ist kein Spaß.
Man muß sofort eine Sonderermittlungsgruppe einsetzen bei der mehrere Beamte den ganzen Tag nur zu diese Fälle ermitteln. Bevor noch Menschen zu Schaden kommen.
Es gibt heutzutage eine Menge an moderne kriminalistische Ermittlungsmethoden.
Handyortung, Befragungen in der linken Szene, verdeckte Ermittlungen, Zivilstreifen, Mustererkennung bei den Taten, Videoauswertungen, Profiler, DNA Spuren, usw.
Die Dummheit der Taten weist auf eine gewisse Dummheit der Täter hin. Es ist schon fast ungewöhnlich das die Ermittlungen bis heute nichts ergeben haben.
Ich hoffe nicht das die Polizeibeamte in Unna diese Fälle nur während der sonstigen täglichen Alltagsarbeit verfolgen. Zumal es auch nicht auszuschließen ist das auch bei der Polizei wie woanders im Öffentlichen Dienst seit der Coronamaßnahmezeit hohe Krankenstände verbunden mit Personalmangel an der Tagesordung sind.
Vielleicht kann auch das LKA aushelfen?