Eskalation bei Fußball-Hallenmeisterschaft in Fröndenberg: Bürgermeister Weise kündigt Konsequenzen an

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Fotoquelle: FB / D. Weise

Nach der Gewalt-Eskalation am Samstagabend (10. 1.) bei der Fußball-Stadtmeisterschaft der Alteherren in der Gesamtschule Fröndenberg kündigt der Bürgermeister Konsequenzen an.

In einem Statement auf Social Media bekannte sich Verwaltungschef Dirk Weise (CDU) als „betroffen, aber auch entschlossen.

Ein Turnier, das von Fairness, Respekt, Freude und sportlichem Miteinander leben sollte, wurde von wenigen Teilnehmern mit Füßen getreten. Das widerspricht allem, wofür der Sport in unserer Stadt steht.

Was dort geschehen ist, kann so nicht folgenlos bleiben und muss gemeinsam aufgearbeitet werden. Ein solches Verhalten hat keinen Platz in unseren Sportstätten und schon gar nicht bei einer Veranstaltung, die Vorbild für Kinder und Jugendliche sein sollte.

Als Bürgermeister werde ich deshalb zeitnah alle Vorsitzenden der Fröndenberger Fußballvereine zu einem gemeinsamen Gespräch einladen.

Ziel ist es, die Vorfälle offen und ehrlich aufzuarbeiten und gemeinsam über notwendige Konsequenzen zu beraten. Dabei geht es nicht um Schuldzuweisungen, sondern um Verantwortung – und darum, klare Grenzen zu ziehen.“

Weise, der erst seit wenigen Monaten im Amt ist, schließt sein Statement mit dem Appell:

„Fröndenberg steht für Zusammenhalt, Respekt und Fair Play.“

Während des Turniers mit acht beteiligten Mannschaften und laut Veranstalter etwa 450 Zuschauern war der Polizei zunächst eine Schlägerei mit einer Vielzahl von Beteiligten gemeldet worden. Die Einsatzkräfte fanden eine „aufgeheizte Stimmung in der Halle“ vor, die sich in Anwesenheit der Polizeikräfte und Ordner beruhigte.

Das Turnier war während des zweiten Halbfinales abgebrochen worden. Unter anderem soll es zu dem Wurf einer Wasserflasche durch den Spieler einer Mannschaft gekommen sein, durch den eine 41 Jahre alte Zuschauerin aus Fröndenberg am Fuß getroffen wurde. Sie wurde mit einem RTW zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Weiterhin wurde ein 27 Jahre alter Zuschauer aus Fröndenberg durch einen Faustschlag eines Spielers ins Gesicht leicht verletzt.

Bezüglich dieser Vorfälle wurden bislang zwei Strafanzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung bzw. einfacher Körperverletzung aufgenommen. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an.

6 KOMMENTARE

  1. Die Zeitung mit den vier Buchstaben berichtet von der Partie SV Frömern gegen SC Fröndenberg-Hohenheide, und per Bildersuche kann man raten, welche Racker wohl Fußball mit Football verwechselt haben…

  2. „Ein Turnier, das von Fairness, Respekt, Freude und sportlichem Miteinander leben sollte, wurde von wenigen Teilnehmern mit Füßen getreten“

    Offensichtlich werden diese „Wenigen“ immer mehr.

    Dezember 2025, Junioren U 19 Abbruch nach Tätlichkeiten; November 2025, Kreisliga A Abbruch nach Tätlichkeiten; Oktober 2025, Kreisliga Abbruch nach Würge-Attacke; September2025, Kreisliga C, Spielabbruch; Juli 2025, Relegationsspiel Abbruch nach Tätlichkeit gegen Schiedsrichter…..

    Das könnte so fortgeführt werden, wobei bestimmte Klubs und Personen mit eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten allzu auffällig sind.

    Zitat: „Als Bürgermeister werde ich deshalb zeitnah alle Vorsitzenden der Fröndenberger Fußballvereine zu einem gemeinsamen Gespräch einladen. Ziel ist es, die Vorfälle offen und ehrlich aufzuarbeiten und gemeinsam über notwendige Konsequenzen zu beraten.“

    Bullshit. Konsequenzen / Strafen aus all den Vorfällen waren für die Verursacher (wenn überhaupt erfolgt) lächerlich.
    Schönrederei von Presse und Verantwortlichen. Die Fair-Play Aktion im FLVW wird zur Farce.
    Auf dem Platz haben diese Spieler nichts zu suchen, auffällige Kubs nichts in den Ligen.

    Stattdessen kleingeistige Forderungen nach mehr Sicherheitskräften, nach neuen Konzepten, nach Barrieren zwischen Tribüne und Spielfeld.
    Warum?
    Weil unterbelichtete Spieler und Zuschauer kein „faires sportliches Miteinander“ erleben wollen, sondern unbeherrscht auf Mitspieler einschlagen, nachtreten, mit Glasflaschen / Gegenständen werfen.

    Insofern „hervorragende Vorbilder“ für entsprechendes Verhalten des Nachwuchses

    • Zur „Schönrederei von Presse“ möchten wir Ihnen gern antworten, St. Gremling – wir waren weder dabei, noch hatten wir Gelegenheit, mit einem der direkt Beteiligten zu sprechen. Solche Mitteilungen sind daher auch für uns unbefriedigend. Als Kleinredaktion können wir aber keine Vor Ort-Recherche ankurbeln. Dies zur Erklärung. VG

      • „Schönrederei“ ist bezogen auf die Gesamtthematik und Presseinfo allgemein. Das Thema ist ja (wie kommentiert) nicht neu, wird aber mit „Übereifer und / oder Emotionen“ in den Sportteilen diverser Zeitungen heruntergespielt.

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