Menschen beraten, unterstützen und vertreten: Kreis sucht Berufsbetreuer

2
454
Kreishaus Unna - Foto Rinke

Die Betreuungsbehörde des Kreises Unna sucht selbstständige Berufsbetreuer.

Aufgabe von Berufsbetreuern ist die rechtliche Vertretung von volljährigen Personen, die aufgrund einer Krankheit oder Behinderung ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise rechtlich nicht besorgen können.

Berufsbetreuer beraten, unterstützen und vertreten Betroffene etwa bei der Regelung ihrer Finanzen, der Organisation von pflegerischen Diensten, der Einwilligung in ärztliche Behandlungen oder gegenüber Behörden. 

Berufsbetreuer sind selbstständig. Die Tätigkeit kann in Voll- oder Teilzeit ausgeübt und der Arbeitsalltag flexibel gestaltet werden, so der Kreis.

Die Vergütung erfolgt als Fallpauschale und wird auf Grundlage der Vorbildung in verschiedene Vergütungsstufen eingeordnet. Die Vergütung wird beim jeweils zuständigen Betreuungsgericht geltend gemacht. 

Berufsbetreuer ist kein klassischer Ausbildungsberuf. Voraussetzung für die Ausübung ist die Registrierung bei der zuständigen Betreuungsbehörde. Neben der persönlichen Eignung und Zuverlässigkeit wird eine ausreichende Sachkunde sowie eine Berufshaftpflichtversicherung benötigt.

Insbesondere wer über ein zweites juristisches Staatsexamen oder über ein abgeschlossenes Studium der Sozialpädagogik oder der Sozialen Arbeit verfügt, benötigt keinen weiteren Nachweis der Sachkunde. Eine weitere Möglichkeit zur Erlangung der Sachkunde ist die erfolgreiche Teilnahme an einem Sachkundelehrgang. Dieser Lehrgang umfasst 270 Zeitstunden und wird von zahlreichen anerkannten Anbietern durchgeführt. Für die Führung der Betreuung nutzbare Berufserfahrung kann im Einzelfall anerkannt werden. 

Wer interessiert ist, meldet sich für weitere Informationen bei der Betreuungsbehörde des Kreises Unna unter Fon 0 23 03 -27 12 51 oder per Mail an rechtlichebetreuungen@kreis-unna.de. 

Die Betreuungsbehörde des Kreises Unna ist für sämtliche Städte und Gemeinden im Kreis Unna, ausgenommen der Städte Unna und Lünen zuständig. PK | PKU

PM Kreis Unna

2 KOMMENTARE

  1. Da sollte man sich vorher genau informieren!
    Selbständigkeit mit selbst zu zahlender Krankenversicherung und einer in der Regel kostenaufwendigen Berufshaftpflichtversicherung. Kein Einkommen im Krankheitsfall. Kein Einkommen bei Urlaub. Keine Einzahlungen in die Rentenkasse und Abhängigkeit von nur einem Auftraggeber mit den sich daraus ergebenen rechtlichen Gefahren der Scheinselbständigkeit.
    Wenn die Selbständigkeit nur vom täglichen Wohlwollen eines einzigen „Kunden“ abhängig ist, wirkt das auf mich nicht sonderlich „selbständig“.
    Die massiv verschuldete Stadt scheint wesentliche städtische Aufgaben aus Kostengründen in prekäre Jobs auszulagern. Bei Tätigkeiten, die tief in die Privatspähre von „geschwächten“ Menschen eintauchen, finde ich das nicht so gut, da sie meiner Einschätzung nach bei der bisherigen klassischen Festanstellung einer besseren Kontrolle unterliegen.

  2. Stimme „schmunzler“ zu.
    Betreuungsvereine sind brsser zu kontrollieren, haben Dienst- und Fachaufsicht. Wegen der schlechten Finanzierung machen allerdings immer mehr Betreuungsvereine dicht. Bei denen, die nicht dicht machen, ist entweder die Bezahlung der Betreuer unterirdisch oder die Anzahl der zu Betreuenden so hoch, dass man vor Dauer-Stress dampft. Mitarbeiter flüchten, die Jobs will keiner mehr machen. Und darum sollen jetzt Leute angelockt werden, diese Misswirtschaft in ihr persönliches Berufsrisiko zu übernehmen. Da sind strukturpolitische Änderungen längst überfällig!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here