11-Jährigen auf Evinger Straße totgefahren: Mutmaßlicher Todesraser (19) macht „Urlaub“ in der Türkei

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Symbolbild tödlicher Unfall, Trauer - Quelle RB

+++ UPDATE am 9. 7. +++

Am Montag meldete sich der Anwalt des 19-Jährigen und teilte der Staatsanwaltschaft mit, dass sein Mandant am 7. August aus der Türkei zurückkehren werde, wo er aktuell einen geplanten Urlaub verbringe. Der Haftbefehl lautet auf fahrlässige Tötung.

………..

Auf der Evinger Straße in Dortmund wurde am vergangenen Samstag (29. Juni) ein Kind angefahren und so schwer verletzt, dass es am Dienstag verstarb. Wir berichteten über die Tragödie.

Am Sonntag (7. 7.) melden die Dortmunder Ruhr Nachrichten in einer Eilmeldung, dass sich der Todesraser offenbar in die Türkei abgesetzt habe. Das Amtsgericht hatte zuvor einen Haftbefehl abgelehnt.

Nach gesicherten Informationen der RN-Redaktion sei der 19-Jährige am Donnerstag in die Türkei geflogen. Damit sei er einem von der Staatsanwaltschaft Dortmund beantragten Haftbefehl entgangen.

In den Tagen nach dem Unfall habe sich gezeigt, dass der junge Fahrer offenbar das Land verlassen wolle, bestätigte Staatsanwaltsprecher Henner Kruse.

Demnach sei der Haftbefehl am 2. Juli beantragt, jedoch vom Amtsgericht Dortmund abgelehnt worden. Auch eine Beschwerde lief ins Leere.

Noch ehe die Beschwerdekammer des Landgerichts Dortmund entscheiden konnte, sei der 19-Jährige am 4. Juli über den Flughafen Dortmund in die Türkei ausgeflogen.

Die RN zitieren Kruse wie folgt:

„Wir gehen davon aus, dass der Tatverdächtige sich nun auf der Flucht befindet und verschleiern möchte, dass er hinter dem Steuer saß.“

In dem BMW, der den Elfjährigen und seine ältere Schwester auf der Fahrbahn erfasste, saßen laut Staatsanwaltschaft drei Männer, so dass der Fahrer zunächst nicht eindeutig zuzuordnen war.

Vor der Flucht in die Türkei soll der 19-Jährige seine Beifahrer noch bedroht haben, um ihre Aussagen bei der Polizei zu verhindern.

Am Abend des schrecklichen Geschehens selbst hätten keine besonderen Haftgründe vorgelegen. Warum das Amtsgericht Dortmund den Antrag auf Haftbefehl nach dem bestätigten Tod des Jungen am 2.7. abgelehnt und die Flucht somit ermöglicht hat, steht noch nicht fest.

Der Junge war am Abend der Tragödie zusammen mit einem 15-jährigen Mädchen am Samstagabend beim Überqueren der Evinger Straße an einer Ampel von dem herannahenden Auto erfasst worden.

Laut einem Reporter vor Ort überquerten die beiden Kinder, bei denen es sich wohl um Geschwister handelt, bei Grünlicht die Straße. In diesem Moment wurden sie von einem mit drei Personen besetzten BMW der 3er-Reihe erfasst – der Autofahrer hatte wohl eine rote Ampel missachtet.

Die Rettungskräfte waren schnell vor Ort. Ein Rettungshubschrauber landete in der Nähe der Unfallstelle, um die Versorgung der Verletzten zu unterstützen. Beide Kinder wurden nach der Erstversorgung in eine Klinik transportiert. Der Junge überlebte tragischerweise nicht.

In der Mitteilung der Recklinghäuser Polizei informiert diese über den schrecklichen Unfall heute wie folgt:

„Der schwerstverletzte 11-jährige Junge, der am vergangenen Samstag gegen 21:00 h auf der Evinger Straße von dem Auto eines 19-jährigen Dortmunders erfasst wurde, ist am 02.07.2024 im Krankenhaus gestorben.

Die ersten Ermittlungen haben ergeben, dass der 19-Jährige mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein soll und das Rotlicht einer Ampel missachtet haben könnte.

Das Polizeipräsidium Recklinghausen unterstützt die eigentlich zuständige Polizei Dortmund während der Fußballeuropameisterschaft und übernahm die Ermittlungen.

Zur Klärung des genauen Ablaufs des Geschehens wurden bereits am 29.06. umfangreiche Spuren durch ein Unfallaufnahmeteam gesichert. Zudem wurden am 02.07. vor Ort weitere Untersuchungen durch einen Sachverständigen vorgenommen.

Die Ermittlungen dauern an.“

7 KOMMENTARE

    • Da wird gar nichts. „ermittelt“, die Staatsanwaltschaften sind politisch weisungsgebunden.

      „Weisungsgebundenheit. Anders als Richter, die bei ihrer Amtsführung nicht an Weisungen von Vorgesetzten gebunden sind, unterstehen Staatsanwälte in Deutschland der Behörden- und Ministerialhierarchie. Damit sind sie an die Weisungen ihrer jeweiligen Vorgesetzten gebunden.“

      Das „auf freiem Fuß“ lassen bestimmter Tätergruppen hat Methode, man nennt es „Anarcho-Tyrannei“. *
      Herzlich Willkommen im besten Deutschland aller Zeiten.

      *Wenn der Staat tyrannisch das Leben der Bürger regelt und sie enteignet aber dennoch nicht bereit ist, grundlegende Schutzgesetze durchzusetzen.

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