Ricke totgefahren – Kitz verhungert elendig im Feld: Appell einer Leserin zum umsichtigen Fahren – „gerade jetzt“

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Reh auf einer Waldlichtung - Foto von Andreas Lainka

Ein Reh kreuzt plötzlich die Fahrbahn, man schafft es nicht mehr rechtzeitig zu bremsen – der Wagen erfasst das Reh, das Reh – ein Muttertier – stirbt auf der Straße. Und in einem Feld unweit wartet ein Kitz vergeblich auf die Rückkehr seiner Mutter. Und es stirbt dann nach Tagen voller Qualen ebenfalls, indem es elendiglich verhungert und verdurstet.

Für solche traurigen Szenarien und natürlich auch die Gefahren für Menschen durch Wildunfälle möchte eine Leserin aus Fröndenberg sensibilisieren. Sie bat uns darum, einen Appell zu veröffentlichen, der sich natürlich nicht nur an die Fröndenberger richtet.

Nicole schreibt:

„Liebe Mitbürger.

Ich weiß, dass einige nicht über so etwas nachdenken oder sich einfach sicher fühlen.

Daher die Bitte: Rast nachts nicht so durch die Felder und über die Eule. Wir haben zur Zeit sehr viel Wildwechsel!

Wildreflektoren an der Fröndenberger Eulenstraße. (Foto RB)

In meiner gestrigen Nachtschicht habe ich 6 Mal ein Reh unmittelbar am Straßenrand stehen sehen.

In der Käsekiepe (Kurve vor dem Golfplatz) wechselte eine Waschbärin mit ihren zwei Jungtieren die Fahrbahn. Und in den Wohngebieten liefen Katzen über die Straße.

In Drüpplingsen hat eine junge Fahrerin einem Reh nicht mehr ausweichen können. Ihr Auto war vorne völlig zerstört.

Davon hat niemand etwas. Und im schlimmsten Falle wird jemand verletzt oder ein Kitz liegt im Feld und verhungert, weil die Ricke totgefahren wurde.

Ich danke für eure Aufmerksamkeit.“

Rehkitz im hohen Gras. /Symbolbild Pixabay

Nicole B., Fröndenberg/Ruhr

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