„Staatsversagen – ein Land löst sich auf“: Unnaer Unternehmer traf Journalist Hans-Ulrich Jörges

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Andreas Tracz (re.) mit dem Buchautor, Journalisten und häufigem Talkgast Hans-Ulrich Jörges. (Foto K&K Networks)

Unter dem Titel „Staatsversagen – ein Land löst sich auf“ präsentierte Hans-Ulrich Jörges (Journalist, Buchautor, Talkgast in unterschiedlichen Formaten unter anderem bei Lanz)  am 15. Mai beim Unternehmerverband Dortmund ein spannendes „Best-of“ der aus seiner Sicht aktuellen Probleme und Fehltritte in Politik und Verwaltung.

Der aus Unna stammende Unternehmer Andreas Tracz, geschäftsführender Gesellschafter der K&K Networks GmbH im Indupark und Mitglied im Unternehmerverband, konnte sich vorab mit Jörges auszutauschen.

„Es war ein interessanter Abend mit intensiven Diskussionen und offenem Visier, der die Bedeutung konstruktiver Kritik und das Auseinandersetzen mit Themen die Gesellschaft und Wirtschaft betreffen betonte“ äußerte sich Tracz zu der Veranstaltung.

Jörges´Analyse betont, dass Staatsversagen oft eine Folge von Politikversagen sei. Er kritisierte die „Erdungslosigkeit“ des politischen Personals.

Unter anderem sprach Jörges die „Überbürokratisierung“,  marode Schulen, die marode Infrastruktur, Verspätungen und die Fehlplanungen der deutschen Bahn, wie Stuttgart, wo mal eben der Güterverkehr wohl nicht dementsprechend mit eingeplant wurde, die Scharmützel innerhalb der Koalition in seinem Vortrag an.

Das „Scholzen“ gehöre jetzt in England zum Sprachgebrauch.

Aber auch kleinere Probleme kamen aufs Tableau wie die Leistung  der Post, die zum Teil 6 Tage benötigt, um ein Rezept zuzustellen das aber innerhalb von 3 Tagen wieder verfällt, dann aber nicht erneut in der Charité aufgrund von gesetzlichen Regelungen ausgestellt werden kann.

Oder Passanträge mit Wartezeiten, die einem Tränen in die Augen treiben, Führerschein-Beantragungen, die über Monate dauern. Oder 3500 Faxgeräte, die trotz Digitalisierungsanforderungen anscheinend weiter die Nummer eins der Kommunikation in Berlin sind.

Ein Kanzler, der mit Frau Barley auf Wahlplakaten für Frieden wirbt, aber sich auf einem Panzer in Litauen für die Medien ablichten lässt, obwohl er zur gleichen Zeit vom französische Präsident Emmanuel Macron eingeladen wurde, zusammen den chinesischen Präsidenten Xi in Paris zu empfangen. Das wäre aus seiner Sicht wichtiger und ein großer Auftritt auf der weltpolitischen Bühne gewesen.

Der Vortrag erntete viel Zustimmung und Beifall der Zuschauer, darunter Unternehmer, Geschäftsführende und leitende Angestellte der Mitgliedsunternehmen der Dortmunder Unternehmensverbände.

PM: K&K Networks Unna

1 KOMMENTAR

  1. Ich höre immer wieder, dass „früher nicht alles besser war“ und habe dem lange Zeit zugestimmt, aber Fakt ist, dass wir uns immer mehr dem Punkt nähern, an dem „früher doch alles besser war“. Erstaunlicherweise scheint das Gros der Politiker dies nicht mitzubekommen. Oder man will es nicht mitbekommen, wobei sich mir der Grund / die Gründe hierfür nicht erschließen. Mein Vater verwendet mittlerweile oft den Ausspruch „Point of no return“ und ich befürchte, dass er damit verdammt richtig liegen könnte.

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