„Bürgergarten“ am Ostring bekommt auch weiteren Biergarten – Gastronom eröffnet an Pfingsten

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Gegenüber dem Lokal Morgentor ist im Zuge der Millionen teuren Umgestaltung des dortigen Bereichs zwischen Ostring, Morgenstraße und Güldenem Trog eine weitere Gastro-Fläche entstanden. Die Stufe gehört dazu. (Foto RB)

Unnas künftiger „Bürgergarten am Morgentor“, der für rund 1,2 Millionen Euro fortan Verweilen auf Bänken und drehbaren Liegen zwischen Ostring, Stadtgarten, Burg- und Morgenstraße ermöglicht und die Parkplätze dort verschwinden ließ, bekommt im Zuge der Umgestaltung des gesamten Areals auch einen weiteren Biergarten zugesellt.

Diesen wird der Betreiber des „Morgentors“ am kommenden Wochenende eröffnen.

Zu dieser weiteren Gastronomiefläche (neben den vorhandenen des Waffelstübchens und der Tapas Bar am Güldenen Trog) gehört auch die „Stolperstufe“ zum Gehweg am Ostring hin.

Wieso dieser Zugang nicht barrierefrei gestaltet wurde, erläuterte Stadtsprecherin Anna Gemünd auf Nachfrage unserer Redaktion wie folgt:

„Bei der genannten Fläche handelt es sich um eine öffentlich gewidmete Fläche, die der Gastronomie zur Verfügung gestellt wird – ähnlich den bereits vorhandenen angrenzenden Gastronomieflächen in diesem Bereich. Die Stufe befindet sich zwischen zwei Heckenelementen und dient als Zugang zur Gastronomiefläche vom Ostring aus.

Um die Hecke, die den Gastronomiebereich einfasst, führt der Gehweg, der mit taktilen Elementen ausgestattet ist. Die Stufe erfüllt darüber hinaus eine weitere Funktion: Sie fängt das an dieser Stelle sehr starke Gefälle auf, dass ansonsten Schwierigkeiten für den Gastronomiebereich bedeuten würde.“

6 KOMMENTARE

  1. „Bei der genannten Fläche handelt es sich um eine öffentlich gewidmete Fläche, die der Gastronomie zur Verfügung gestellt wird“

    Die Aussage wirkt auf mich etwas verwirrend, weil sich beides widerspricht.

    Wird die mit hohen Steuergeldkosten umgeänderte Fläche nun privat den Besitzern und Pächtern des Morgentors für ihr Gewerbe zur Verfügung gestellt, die sie ja nicht finanziert haben und damit mehr Geld durch Umsatz verdienen, oder ist sie öffentlich für alle da?

    Öffentliche Fläche für jeden, gewerblicher Biergarten oder beides gleichzeitig, wo man sich neben den Gastronomiegästen auch seine eigenen Getränke und sein eigenes Essen mitbringen kann?

    Möglicherweise habe ich da einen Denkfehler und jemand kann mir auf die Sprünge helfen.

  2. Hallo Schmunzler
    Ich gehe mal davon aus, dass das Morgentor für die Nutzung einer öffentlichen Fläche auch entsprechend zur Kasse gebeten wird.
    Leider wurde den Gastronomen ja, durch den „Bürgergarten“ die Parkplätze genommen, ebenso den Geschäften und den Ärzten im Bereich Morgenstraße.

  3. Niemand wird dort lange verweilen….Aber dann kommt erstmal eine Lärmschutzwand. Für sagen wir mal 2 Mio….derzeit wird ja gern´ mit vollen Händen in die Töpfe gegriffen.

  4. Die Lärmschutzwand dann aber bitte zwischen Gastrobetrieben und Wohnhausbebauung, dort wird sie jetzt schon benötigt, weil man am Wochenende vor 02:00 Uhr selten zum schlafen kommt.
    Diesbezüglich habe ich auch schon mit dem Ordnungsamt Kontakt aufgenommen, scheint dort aber nicht wirklich jemanden zu interessieren.
    In Unna ist das Partyleben halt wichtiger.
    Cosmos 72, bitte bedenke, die Wand zahlt die Stadt, nicht der Steuerzahler, deshalb ist es egal, wie teuer die wird.

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