Überfall im Unnaer Stadtgarten: Opfer gewürgt und beraubt – Zwei Tatverdächtige jetzt vor Gericht

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Foto: S. Rinke / RB

Raub im Unnaer Stadtgarten am frühen Morgen des 19. März 2023, einem Sonntag – die Polizei meldete seinerzeit postwendenden Ermittlungserfolg. Etwas mehr als ein Jahr später stehen zwei Tatverdächtige jetzt vor Gericht.

Der Prozess startete am heutigen Dienstag, 16. April, am Dortmunder Landgericht. Die beiden angeklagten – zwei junge Männer Mitte 20 aus Unna, beide deutsche Staatsangehörige – müssen sich wegen räuberischer Erpressung verantworten.

Ihre Tatbeute betrug damals 50 Euro.

Rückblick:

Im Lauf der damaligen Nacht war der später überfallene Mann, ein damals 26-jähriger Dortmunder, zunächst mit einem der späteren Täter vor einer Gaststätte an der Morgenstraße in Streit geraten, berichtet Polizeisprecherin Vera Howanietz.

Als der 26-Jährige gegen 5.30 Uhr auf dem Weg zum Bahnhof im Stadtgarten auf einer Bank verweilte, wurde er von dem Mann, der ihn schon zuvor verbal bedrängt hatte, und einem weiteren Mann angegriffen.

Die beiden stießen ihn zu Boden und forderten sein Bargeld.

Der Dortmunder gab den Räubern einen Geldschein – daraufhin fixierten ihn die Angreifer auf dem Boden und würgten ihn.

Als die Männer kurz von ihm abließen, konnte der 26-Jährige flüchten und die Polizei verständigen. Aufgrund seiner Verletzungen wurde er mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, das er nach ambulanter Behandlung wieder verlassen konnte.

Die Polizei ihrerseits traf bei der Nahbereichsfahndung zwei Männer an, auf die die Personenbeschreibung nur teilweise zutraf. Bei einer Wahllichtbildvorlage erkannte der Überfallene die Täter jedoch eindeutig wieder.

Die beiden 24 und 23 Jahre alten Deutschen aus Unna wurden vorläufig festgenommen, ihre Wohnungen auf richterliche Anordnung durchsucht. Unter anderem wurde ein Butterflymesser gefunden.

Die Staatsanwaltschaft Dortmund beantragte eine richterliche Vorführung für den 24-jährigen Haupttäter. Ein Haftrichter ordnete die Untersuchungshaft gegen ihn an, und er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Quelle Kreispolizei Unna

2 KOMMENTARE

  1. Sobald ihr immer schreibt: „… hatten deutsche Staatsangehörigkeit.. „.., hat das aber keine Aussagekraft. Sobald das hier wieder hervorbringend erwähnt wird, will man das auf Deutsche pauschal anwenden, sie seien die Täter, um die eigentlichen expliziten Täter und deren Herkunft zu schützen.

    • ist halt dem Polizeibericht entnommen – genauer wird’s heutzutage nicht mehr. Früher hieß es z.B. „der brutale Ludwig F.“ aber das würde die bunte Bevölkerung zu sehr beunruhigen…

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