Kinder, Kisten, Einkäufe im E-Lastenrad transportieren: Zwei neue Unterstellboxen in Königsborn und Billmerich

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Über die neue Fahrradgarage für Lastenräder am Stadtteilzentrum Nord („Brücke“) in Königsborn freuen sich (v.l.) Erster Beigeordneter Sandro Wiggerich, Mobilitätsmanager Frank Hugo, Björn Schräder (Schraeder Metallverarbeitung), Klimaschutzmanager Thomas Heer, Stadtteilkoordinator Matthias Meisohle sowie Frank Winkelkötter und Werner Wülfing vom ADFC. Foto Stadt Unna

Die eine steht am Stadtteilzentrum Nord in Königsborn, die andere am Gemeindehaus in Billmerich.

Zwei grüne Fahrradgaragen aus Edelstahl hat eine heimische Firma im Auftrag der Stadt Unna aufgebaut.

Die Aktion diene der „Förderung von klimafreundlicher Mobilität in Unna“ und werde zu 100 Prozent aus Klimaschutz-Fördermitteln des Landes NRW finanziert, um die sich die Kreisstadt erfolgreich beworben hatte, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. (Anm. d. Red.: Wieviel die Steuerzahler konkret für dieses Projekt bezahlt haben, wird nicht mitgeteilt. Wir haben bei der Stadt angefragt. Info folgt.)

Aus demselben Topf wurden im vergangenen Jahr bereits zwei elektrische Lastenfahrräder angeschafft.

Mit Hilfe der Boxen, die im Frühjahr noch mit Folien beklebt werden, soll das Leihrad-Angebot im öffentlichen Raum besser sichtbar gemacht werden, so die Stadt.

Innenansicht. Foto Stadt Unna

„Bislang war das Fahrrad in Billmerich etwa privat untergestellt.“

Warum die Boxen nun gerade in Billmerich und Königsborn aufgestellt wurden, erklären Klimaschutzmanager Thomas Heer und Mobilitätsmanager Frank Hugo:

„In Billmerich war die Anschaffung des Lastenrades ein Wunsch der Bürger im Zuge der dortigen Klimaquartiersarbeit.

Die grünen Fahrradgaragen, hier am Gemeindehaus in Billmerich, sind aus pulverbeschichtetetem Edelstahl und rosten selbst bei Beschädigungen nicht, so die Stadt. Foto Stadt Unna

Und in Königsborn als größtem Stadtteil Unnas sehen wir ein riesiges Potenzial.“

Denn das Lastenrad ermögliche sowohl die Mitnahme von Kindern – dank zweier Kindersitzplätze und einem abnehmbaren Verdeck – als auch den Transport von Einkäufen oder anderen Gegenständen.

„Eine Ausweitung auf weitere Stadtteile ist aber so wünschens- wie erstrebenswert“, unterstreichen Hugo und Heer.

Denn seit Lastenräder elektrisch angetrieben werden, wachse auch die Nachfrage, so Werner Wülfing vom ADFC im Kreis Unna. Rund 1700 Ausleihtage verzeichnete der ADFC für die Lastenrad-Flotte kreisweit im Jahr 2023.

„Die öffentlichen Fahrradgaragen an immer mehr Standorten dürften einen weiteren Schub geben.“

So funktioniert die Ausleihe:

Kunden müssen sich unter adfc-kreis-unna.de/ausleihe einmalig registrieren, können dann einen kostenlosen Ausleihvertrag für maximal drei Tage schließen und einen Abholtermin vereinbaren.

Pressemitteilung Stadt Unna

1 KOMMENTAR

  1. Nun, nachdem die Kisten stehen, können sich die Behördenvertreter ja wieder um ihre wesentlichen Aufgaben kümmern:

    Die zukünftige Stadtenwicklung des Ballungszentrums Unna mit seinen Logistikparks eingekeilt zwischen den Fernverkehrskreuzen A1, A2 und der B1/44. Eine Stadt, die sich unter der Flugschneise eines Flughafens mit Erweiterungsplänen befindet. Eine Stadt, um die herum große mittelständische Firmen, aber auch zahlreiche Weltfirmen ihre zentralen Logistikstandorte für Deutschland oder auch Europa aufgebaut haben. Eine Stadt, deren wichtigste Zugverbindung Richtung Süden gerade vergammelt und dessen Infrastruktur kurz vor dem Kollaps steht.

    Man kann den Verkehrsfluß nicht stoppen, man kann ihn lediglich umleiten. Wenn es auf den Autobahnen um Unna herum stockt, macht sich das in der Stadt sofort bemerkbar. Durch die langjährige Großbaustelle Autobahnkreuz Unna und der Veränderung der Stadtstruktur an derf B1/Hertinger Straße wird es für die Stadt Unna zur zusätzlichen Herausforderung, diese Verkehrsströme intelligent umzuleiten, um den feien Warenfluß, die Alltagsmobilität der Einwohner, deren schnelle medizinische Versorgung oder auch einfach nur deren Lebensqualität aufrecht zu erhalten.

    Schon jetzt bekommt man den reibungslosen Ablauf der Verkehrsströme in und um Unna herum nicht mehr hin.

    Vor lauter Lastenräderfotos sollte man nicht vergessen, das die Stadt Unna aufgrund ihrer Lage mitten in einem internationalen Verkehrsinfrastrukturknotenpunkt an einem der größten Ballungsgebiete und Wirtschaftszentren Europas liegt und damit in der Zukunft vor sehr großen Herausforderungen steht.

    Von den verantwortlichen Behördenvertretern interessieren mich als Bürger eigendlich Pressemitteilungen zu diesen die Stadt prägenden Faktoren mehr, wenn über das „Mobilitätsmanagement“ und die „Stadtteilkoordination“ der Region gesprochen wird.

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