Dem Kreis droht „chronischer Personalnotstand“ in der Pflege – Zugleich steigt Bedarf für Pflegeplätze

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Senior im Pflegeheim - Symbolbild, Quelle Pixabay

Dem Kreis Unna droht „ein chronischer Personalnotstand, in der Folge kann die Versorgungsqualität gefährdet sein – auch im ambulanten Bereich.“

Zu diesem alarmierenden Fazit gelangt der Pflegebedarfsplan für das Kreisgebiet. Er nimmt die Leistungsfähigkeit der Pflegeinfrastruktur im Kreis Unna in den Blick. Seit Jahren warnen die Sozialplaner vor Missständen in der Pflege – so auch in diesem Jahr.

Zudem besteht für den Kreis Unna bis 2026 ein Bedarf an 67 zusätzlichen Pflegeheimplätzen, verteilt auf 5 kreisangehörige Kommunen (Bönen: 13 Plätze, Holzwickede: 10 Plätze, Lünen: 10 Plätze, Selm: 4 Plätze, Unna: 30 Plätze).

Der Bedarf an weiteren 281 Tagespflegeplätzen, verteilt auf alle Gemeinden und Kommunen soll ebenfalls ausgeschrieben werden. So hat es der Kreistag in seiner Sitzung zum Pflegebedarfsplan 2023 am 12. Dezember einstimmig beschlossen.

Steigender Bedarf für Pflegeplätze
„Es sind besonders Menschen im Alter von 80 Jahren und älter, die von Erkrankungen, Demenz und Pflegebedürftigkeit bedroht sind“, so Hans Zakel, Sozialplaner. „Sie benötigen Unterstützung im Alltag, wenn sie zu Hause wohnen bleiben möchten, oder gar einen Pflegeplatz.“

Die Zahl der Pflegebedürftigen wird ansteigen. Nach neusten Hochrechnungen wird bis zum Ende dieses Jahrzehnts für den Kreis Unna ein weiterer Anstieg um 7 Prozent vorhergesagt. Die Zahl der Pflegebedürftigen wird von 28.440 (2021) auf 29.400 (2030) steigen. Der Bedarf steigt also an, während es gleichzeitig in den letzten Jahren immer weniger Pflegepersonal gibt.

Was also tun angesichts der enormen Herausforderungen? Landrat Löhr, so der Plan, soll sich stark machen bei denen, die an entscheidenden Stellschrauben drehen können: Der Kreis soll weiter im Bündnis engagiert mitwirken und sich für mehr Personal in der Pflege einsetzten. Und die Städte und Gemeinden sollen nach geeigneten Baugrundstücken und Objekten zum Umbauen Ausschau halten, um den perspektivisch steigenden Bedarf an Pflegeplätzen decken zu können.

Weitere detaillierte Informationen zur Situation im Pflegebereich finden sich im Pflegebedarfsplan Kreis Unna 2023 unter www.kreis-unna.de (Suchwort „Pflege und Wohnberatung“ oder „Pflegebedarfsplan“). PK | PKU

Quelle Kreis Unna

1 KOMMENTAR

  1. Zur Erinnerung:
    Während des Coronamaßnahmeregimes hat man über einen längeren Zeitraum Millionen verdienter Mitarbeiter in der Pflege wie den letzten Dreck behandelt und mit falschen wissenschaftlichen Begründungen täglich ausgegrenzt und malträtiert. Nur weil sie sich nicht diese unwirksame Coronaspritze mit unvorhersehbaren Nebenwirkungen andrehen lassen haben. Das war die Zeit, als besonders linksgrüne Politiker öffentlich gefordert haben, diesen Menschen den Kündigungsschutz, die erarbeiteten Rentenansprüche oder den Anspruch auf Arbeitslosengeld komplett zu streichen. Wenn man damals krank wurde, hat man kein Gehalt mehr vom Arbeitgeber bekommen. Viele haben in dieser Zeit den Beruf gewechselt oder sind in die Nachbarländer gegangen, wo es diese Ausgrenzung in so einer brutalen Form wie in Deutschland nicht gab. Auch aus Unna sind damals einige hochqualifizierte Bekannte aus der Pflege in die Schweiz mit doppeltem Gehalt, erhöhtem Lebensstandard und ohne Maskenpflicht und Ausgrenzung gegangen. Andere Bekannte sind dadurch nach Jahren zurück in ihre alte Heimat nach Polen vertrieben worden. Die wird man nie mehr zurück bekommen.

    Nun wundert man sich, das man kein Personal mehr hat.

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