Demo „NRW bleib sozial“: AWO Kreis Unna will in Düsseldorf den Sozialbereich „zu Grabe tragen“

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Symbolbild - Quelle Pixabay

„Die geplanten Kürzungen der Landesregierung hätten dramatische Folgen“:

Ein gemeinsames Zeichen gegen die bevorstehenden Kürzungen für den sozialen Bereich, die sowohl im Landes- als auch im nächsten Bundeshaushalt vorgesehen sind, setzen die Träger der Freien Wohlfahrtspflege am 19. Oktober vor dem Düsseldorfer Landtag.

Das teilt die AWO Ruhr-Lippe-Ems mit.

Unter dem Motto „NRW bleib sozial!“ hoffen die Träger, dass mehrere tausend Menschen kommen, um gemeinsam für die Arbeit in den Einrichtungen einzutreten, die durch die geplanten Kürzungen stark gefährdet sei.

„Reduzierte Öffnungszeiten in Kitas und Offenen Ganztagsschulen sind dabei nur der Anfang der bevorstehenden Konsequenzen, sollten die Kürzungen wie geplant umgesetzt werden“, warnt die AWO.

„Auch bei den Migrationsberatungen und anderen wichtigen Beratungsstellen werden massive Kürzungen zum Abbau von Leistungen und Schließungen führen.

Die Träger fühlen sich von der Landes- und Bundesregierung mehr als nur im Stich gelassen! Es geht im wahrsten Sinne des Wortes um das pure Überleben. Es ist kurz vor 12.“


Die AWO Ruhr-Lippe-Ems (AWO) könne diesen Zustand, der zu Lasten von Kindern, Eltern und Mitarbeitern gehe, nicht weiter hinnehmen. Daher wird sie sich an der Demonstration der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege am 19.
Oktober vor dem Düsseldorfer Landtag beteiligen.

Drei volle Reisebusse werden sich am Oktober von Kamen auf den Weg in die Landeshauptstadt machen.

Die Veranstaltung vor Ort bildet dabei nur den Auftakt für weitere Aktionen. Die AWO wird sich so bis zum Dezember 2023, der Zeitpunkt, an dem der Landeshaushalt voraussichtlich verabschiedet wird, für eine angemessene Finanzierung und den Erhalt
der sozialen Infrastruktur einsetzen. Sie hofft dabei auch auf die rege Beteiligung und Unterstützung der Eltern.

„Unser Ziel ist es mit einer großen Delegation nach Düsseldorf zu fahren, um deutlich zumachen, dass wir den Abbau sozialer Infrastruktur nicht stillschweigend hinnehmen werden. Die sozialen Einrichtung leisten wertvolle und unverzichtbare Arbeit. Und sie
haben mehr verdient als das Klatschen vom Balkon in Krisenzeiten. Gute Arbeit und tarifvertragliche Bezahlung muss auch bei den Trägern auskömmlich finanziert und für die Zukunft gesichert werden“, so Rainer Goepfert, Geschäftsführer der AWO RLE.

Die AWO schließt an diesem Tag die Geschäftsstellen, um den Beschäftigten eine Beteiligung an der Aktion zu ermöglichen. Auch aus Kitas und Offenen Ganztagsschulen werden sich viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beteiligen. Sie bleiben aber zumindest im Notbetrieb geöffnet.

„Wir müssen gegenüber der Landesregierung klare Zeichen setzen. Wir sehen aktuell keine andere Möglichkeit mehr, als zu solchen Maßnahmen zu greifen“, so Goepfert weiter.

Allerdings wolle man die Familien auch nicht im Stich lassen, daher gewährleiste man zum jetzigen Zeitpunkt eine Notbetreuung.

Beginn der zentralen Auftaktveranstaltung am 19. Oktober ist um 11:55 Uhr. Die Sammelphase der Teilnehmer beginnt um 11 Uhr vor dem Landtag in Düsseldorf.

Um ein gemeinsames Zeichen zu setzen, bittet die AWO darum, sich schwarz bzw. dunkel zu kleiden. Der Sozialbereich soll sinnbildlich „zu Grabe getragen“ werden.

Weitere Informationen zur Kampagne der Freien Wohlfahrtspflege NRW unter:
https://www.freiewohlfahrtspflege-nrw.de/initiativen/nrw-bleib-sozial/einfuehrung

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