„300 Arbeitsplätze, 550.000 € Steuern“- WfU wirbt für Ansiedlung an Provinzialstraße in Massen

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Ein neuer Servicestandort für Möbelkunden soll an der Provinzialstraße in Unna-Massen in Höhe der B1 entstehen:

Die Krieger Gruppe (Höffner) möchte dort eine Halle für Auslieferung, Montage, Ausbildung, Lager, Service, Verwaltung und Kundendienst bauen. Die WfU-Fraktion hat sich intensiv mit der Projektidee beschäftigt und kommt zu dem Entschluss: Die Krieger Gruppe muss ihre Planungen dort verwirklichen dürfen.

„Immens viele Vorteile bringt Krieger für Unna mit“, unterstreicht die WfU-Fraktion, nachdem sie sich in einer interfraktionellen Sitzung am 06.09. durch Kurt Krieger persönlich informieren ließ und sodann ein ausführliches Gespräch mit Projektleiter Lukas Krieger führte. In diesem ging es um wesentliche Kriterien der geplanten Ansiedlung an der Provinzialstraße.

Es wurde folgendes deutlich, erläutert Wir für Unna:

Das inhabergeführte Familienunternehmen (mit 10.000 Mitarbeitern) wird im Rahmen der Neuansiedlung bis zu 250 neue Arbeitsplätze sowie zusätzlich 50 Ausbildungsplätze schaffen, davon 30 in der Tischlerei. Zusätzlich bedeutet die Ansiedlung für die Stadt Unna jährliche Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von ca. 450.000 € zuzüglich ca. 100.000 € Grundsteuer.

„Steuermehreinnahmen von insgesamt ca. 550.000 € würden somit für die Stadtkasse gewährleistet. Das ist nicht unerheblich!“, betont Fraktionsvorsitzende Ingrid Kroll.

Unter dem Dach der Krieger Gruppe sind viele unterschiedliche Gesellschaften vereint (diversifiziertes Gewerbe). Einige davon sollen in Massen angesiedelt werden. Neben der zentralen Verwaltung für alle in NRW befindlichen Möbelhäuser der Gruppe würde an der Provinzialstraße auch die Möbelauslieferung für NRW, eine Tischlerei, eine LKW-Werkstatt, eine Schlosserei, Tourenabrechnung, Qualitätssicherung, Kundendienst und Abrechnungsstelle angesiedelt.

„Es entstehen also gut bezahlte Arbeitsplätze für qualifizierte Fachkräfte“,

betont Kroll.

Gebaut werden soll ökologisch, mit Solar, Begrünung und selbstverständlich nachhaltig: ein „Platin dgnb zertifiziertes Gebäude – die „grüne Box“ – komplett begrünt“, so die Aussage des Projektleiters.

Dass an diesem Projekt „Grüne Architektur“ angewandt, ist ganz im Sinne der WfU-Fraktion. Dies alles wird von der firmeneigenen Bauabteilung der Unternehmensgruppe in Berlin gelenkt, aber von heimischen Firmen ausgeführt. „Herr Krieger betonte in unserem Gespräch: „Wir wollen kommen, um zu bleiben! Wir wollen ein Teil der Stadt werden und ein verlässlicher Partner für Unna sein!“, gibt Ingrid Kroll aus dem Gespräch wieder.

Sie führt weiter aus:

„Durch die Bebauung des Grundstückes würde Massen bei Starkregen einen großen Teil seines Niederschlagswassers los sein. Denn ein mehrere 1000 Kubikmeter großes Regenrückhaltebecken kann die Wassermassen vom unbebauten Grundstück kommend in Massen von derzeit 570l/s auf 10l/s reduzieren.

Das gesammelte Regenwasser wird vollständig zur Bewässerung der großen Bäume und der grünen Box genutzt. Auch das hat die WfU-Fraktion auf der Positivseite vermerkt.“

Das Unternehmen wolle außerdem die Kosten für die eigene Erschließung selbst tragen und ist darüber hinaus auch bereit, den zu bauenden Schmutzwasserkanal so zu dimensionieren, dass weitere Betriebe, z.B. auf der WFG-Fläche, sich später ebenfalls noch anschließen können.

Diese und weiteren ansiedlungsrelevanten Aspekte würden seitens der Firma Krieger in einem städtebaulichen Vertrag verbindlich geregelt werden, so WfU. Aufgrund des intensiven längeren Meinungsaustausches zeigte sich die WfU-Fraktion am Ende überzeugt, dass diese Ansiedlung für Unna mehr als sinnvoll sei – auch deshalb, da der gesamte Kfz-Verkehr direkt und ausschließlich über die am Grundstück befindliche Autobahn abgeführt werde und Massen nicht weiter belaste.

„Wenn wir alles berücksichtigen, wäre es sträflich, die Fläche brach liegen zu lassen“,

so die Fraktionsvorsitzende Ingrid Kroll.

„Denn Krieger hat klargemacht, dass die Fläche, die seit 2021 in seinem Eigentum ist, in seinem Eigentum bleiben wird und unverkäuflich ist. Mit oder ohne Bebauung!

Kann es sich Unna leisten, auf eine solche Ansiedlung mit ca.300 Arbeitsplätze zu verzichten? Nach der letzten Aussage des Kämmerers ist Unna klamm und braucht daher Arbeitsplätze und Steuerzahler.“

PM: Fraktion Wir für Unna

3 KOMMENTARE

  1. Wenn die Umsetzung so stattfindet wie geplant ist das sicher nicht vergleichbar mit den vorhandenen Logistikstandorten mit riesiger Flächenversiegelung und nackten Betonbauten für eine Handvoll Billiglohnarbeitsplätze.

    Die Vernunft gebietet es der Ansiedlung zuzustimmen.
    Bei der vorhandenen Ratsmehrheit kann man allerdings daran zweifeln ansonsten wäre das leidige Thema längs vom Tisch.

    • Da die Grünen sich bereits dagegen positioniert haben, sich ich leider kein Pro bei der CDU. Das Ergebnis ist dann schnell errechnet. Aus für Höffner.

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