„Deutlich mehr Ausbildungsverträge“ im IHK-Bezirk, aber viele hundert Lehrstellen noch frei

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Symbolbild Gastronomie, hier in Unna am Güldenen Trog. (Foto RB)

Noch viele Ausbildungsplätze in der IHK-Lehrstellenbörse zu besetzen:

Der Ausbildungsmarkt in der Region der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund (mit dem Kreis Unna, Dortmund und Hamm) zeigt sich zum offiziellen Start des Ausbildungsjahres auf einem guten Niveau, freut sich die Kammer.

Zum 31. Juli konnte das IHK-Team der Beruflichen Bildung und Fachkräftesicherung insgesamt 3.603 neu eingetragene Ausbildungsverhältnisse verzeichnen. Das ist ein Plus von 3,1 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitpunkt (3.494 Verträge) und sehr deutlicher Anstieg von 7,5 Prozent gegenüber den Zahlen aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 (3.352).

„Die aktuellen Zahlen sind ein positives Signal und zeigen, dass der Ausbildungsmarkt sich nach den massiven Einschränkungen in der Pandemie wieder stabilisiert hat“, sagt IHK-Geschäftsführerin Maike Fritzsching.

„Das deutliche Plus bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnissen verdeutlicht, dass die duale Ausbildung nach wie vor eine attraktive Wahl für junge Menschen ist. Gleichwohl bleibt es bei vielen Herausforderungen für die Ausbildungsbetriebe, zumal sich die Erholung nicht in allen Berufsgruppen bemerkbar macht.“

Hotellerie und Gastronomie etwa spüren den Fachkräftemangel weiterhin sehr intensiv, die Zahl der neuen Ausbildungsverträge liegt immer noch deutlich unter dem Wert von 2019.

Die Fachkräftesicherung wird über alle Branchen hinweg zum zentralen Thema für die Wirtschaft. Immer mehr Mitarbeitende aus der Babyboomer-Generation – geboren in den 1950er und 1960er Jahren – verabschieden sich in den Ruhestand und hinterlassen eine große Lücke. Nach Berechnungen des IHK-Fachkräftemonitors fehlen im Jahr 2030 mehr als 30.000 berufliche qualifizierte Fachkräfte in den Unternehmen in Dortmund und Hamm sowie im Kreis Unna.

Für junge Menschen bedeute dieser Engpass aber auch eine große Chance, so Fritzsching:

„Wer jetzt oder zukünftig in die Ausbildung startet, hat nach dem Abschluss eine starke Verhandlungsposition für die eigene Berufskarriere.“ 

Trotzdem bestehe nach wie vor ein Informationsdefizit bei vielen Schülerinnen und Schülern, aber auch bei Eltern und Lehrkräften, bezüglich der anschließenden Karrieremöglichkeiten nach einer dualen Ausbildung. Um diesem Missverständnis entgegenzuwirken und junge Menschen bei der Wahl ihres Ausbildungsweges zu unterstützen, bieten die Industrie- und Handelskammern umfassende Beratungen zu interessanten Ausbildungen an.

Welche Vorzüge eine duale Berufsausbildung hat, darüber informiert die IHK-Organisation seit dem Frühjahr unter anderem sehr prominent in den sozialen Medien mit der Azubi-Kampagne „Jetzt #Könnenlernen“.

Die IHK hofft, dass in den kommenden Monaten noch viele weitere Ausbildungsverträge geschlossen werden.

„Im Prinzip ist es nie zu spät für eine Ausbildung. Wer seine Ausbildung noch bis zum 1. Oktober beginnt, schafft es in der Regel am Ende der Ausbildung noch mit den August-Startern in die Abschlussprüfung“, erläutert Fritzsching. Für alle, die noch nicht fündig geworden sind, hat sie einen weiteren Tipp: „Wer schon weiß, welcher Beruf für die eigene Ausbildung in Frage kommt, findet in der IHK-Lehrstellenbörse passende Stellen in der Nähe.”

Allein im Bezirk der IHK zu Dortmund mit den Städten Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna sind für das Ausbildungsjahr 2023 noch 565 und für 2024 217 offene Ausbildungsplätze gelistet. Weitere Infos dazu unter https://www.ihk-lehrstellenboerse.de

PM: IHK zu Dortmund

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