„Reallabor“ an der Schulstraße startet: Ab jetzt ist der Parkplatz kein Parkplatz mehr

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Der Parkplatz an der Schulstraße soll zum "Reallabor" umgestaltet werden. Seit der letzten Märzwoche ist er für parkende Autos gesperrt. Foto Stadt Unna

Die Tage des Unnaer Innenstadtparkplatzes an der Schulstraße sind abgelaufen. Seit Montag, 27. März, ist er als Parkplatz gesperrt und wird ab dem 22. April als „Reallabor“ wiedereröffnet.

Wir berichteten umfangreich über das Projekt, für das die Stadt jetzt auf den Startknopf drückt und der Rat im ersten Schritt 70.000 Euro für Umgestaltung und Mobiliar bewilligt hat.

+++ Lesen Sie dazu auch unseren Kommentar zum geplanten Parkraumkonzept +++

In welche Richtung soll sich der Parkplatz Schulstraße entwickeln? Diese Frage können in diesem Sommer Unnaer Bürger selbst beantworten:

Durch ein sogenanntes „Reallabor“ wird der Parkplatz an der Schulstraße ab dem Frühjahr zu einem begehbaren Bürgerbeteiligungsprojekt, so formuliert es das Rathaus.

Die offizielle Eröffnung, mit der der Startschuss für das Reallabor an der Schulstraße fallen soll, ist für Samstag, 22. April 2023, geplant.

Um die vorbereitenden baulichen Maßnahmen treffen zu können, wird der Parkplatz Schulstraße ab Montag, 27. März 2023, für den allgemeinen Parkverkehr gesperrt. Die privaten Parkplätze im hinteren Bereich bleiben weiterhin zugänglich. Auch Schwerbehinderten-Parkplätze werden weiterhin zur Verfügung stehen.


Ab sofort informiert die Kreisstadt Unna auf ihrer Homepage über das Projekt. Unter dem Bereich „Standort“ und dann „Planen, Bauen „Wohnen“ befindet sich eine Informationsseite, die alle wesentlichen Informationen bereithält und kontinuierlich aktualisiert wird. Hier finden interessierte Bürger auch den Link zur Online-Beteiligung, sobald dieser freigeschaltet ist.

Pressemitteilung Stadt Unna

Was ist ein Reallabor?

Der Begriff findet sich auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz:

„Unter einem Reallabor verstehen wir einen zeitlich und oft räumlich oder sachlich begrenzten Testraum, in dem innovative Technologien oder Geschäftsmodelle unter realen Bedingungen erprobt werden. Reallabore erfordern oftmals Ausnahmegenehmigungen oder die Nutzung von Experimentierklauseln und liefern wichtige Erkenntnisse, ob und wie der rechtliche Rahmen weiterentwickelt werden muss.“ 

6 KOMMENTARE

  1. Ein erster Schritt für eine attraktivere Innenstadt die zusätzlich noch mehr auswärtige Besucher locken kann und somit die vorhandene Kaufmannschaft stärkt.
    Sofern nicht deutlich ausgelastete oder bereits besetzte Parkgaragen (wie bereits heute zu sehen und zukünftig zu erwarten) und überteuerte Parkgebühren bei den Freiflächen, wie geplant, den Besuch zu einem einmaligen Ausflug machen.

    • Sorry, falscher Kommentar von mir zur Stärkung der Kaufmannschaft.
      Wie von H. Dittrich belehrt kauft man ja nur noch im Internet, ansonsten brauchen wir die Innenstädte nur noch zum Flanieren und zur Belustigung. Und wie ebenfalls heute belehrt (aber nicht belegt) bringen Radler für die verbleibende Kaufmannschaft dann mehr Umsatz.
      Die Kunden von den umliegenden Dörfern, den umliegenden Vororten und Städten werden nicht gebraucht da die Umsätze irrelevant sind oder sie sollen doch gefälligst mit dem Rad kommen.

  2. Man schafft mit 70.000 Euro für Umgestaltung und Mobiliar Fakten und verkauft den Leuten dies als „zeitlich begrenztes Reallabor“. Geht irgend jemand davon aus, das nach dem „Versuch“ die Parkplätze zurück kehren? Ein weiteres Beispiel für peinliches Neusprech und Framing.
    Man kann wohl auch nicht von Bürgerbeteiligung sprechen, wenn die arbeitende Bevölkerung sich lediglich nur Werktags jeweils an einem Donnerstag von 11 bis 13:00 Uhr und an einem Freitag von 10:30 bis 12:30 Uhr im zib dazu vorab äußern durfte.
    Der Hammer ist natürlich, das der Internetlink zur Bürgerbeteiligung erst sehr spät freigeschaltet wird, also nachdem die vorbereitende Baumaßnahmen am Montag beginnen.
    Natürlich gibt es auch das Angebot, eine eMail an die voreingenommene grün idiologisierte Ortsvorsteherin zu schicken, aber gibt es über die Einsendungen ein transparentes Resümee?
    Während meiner früheren Arbeit auf kommunaler Ebene habe ich eine Menge politische Tricksereien mitbekommen. Meinem Empfinden nach scheinen sie immer plumper zu werden.

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