Neues Wohngebiet in Holzwickede-Hengsen: Kirche hält an Plänen fest – BI fürchtet Flächenversieglung

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Zwischen Ost- und Irisstraße in Holzwickede liegt das Grundstück der Ev. Kirchengemeinde Holzwickede und Opherdicke. Dort wartet man nun auf eine Änderung des Flächennutzungsplanes. -Foto Ev. Kirche

12 Einfamilien-, 8 Reihenhäuser, 6 Doppelhaushälften, 5 Mehrfamilienhäuser (30 Wohnungen). Dazu eine Streuobstwiese und Begleitgrün.

Ein solches Baugebiet plant seit vorigem Sommer die Ev. Kirchengemeinde Holzwickede und Opherdicke auf dem Grundstück Pastors Kamp im Ortsteil Hengsen. Und sie hält an den Planungen fest, die zwischenzeitlich ins Stocken gerieten und Widerstand erzeugen.

So wendet sich eine Bürgerinitiative gegen das Neubaugebiet. Sie kritisiert vor allem die Flächenversiegelung, die damit einhergeht: Schon jetzt komme es in dem Bereich bei Starkregen zu Überschwemmungen.

Am Freitag, 3. 3., teilte die Kirche mit:

„Wir haben weiter großes Interesse, dort mit unseren Ideen die Ortsentwicklung mitzugestalten.“ Weitere konkrete Schritte wird die Kirchengemeinde unternehmen, sobald die rechtliche Sicherheit vorliegt – mit einem rechtsgültigen Flächennutzungsplan.

Zunächst war angedacht, die Planung für die Bebauung und die dafür nötige Änderung der Flächennutzung zeitgleich anzugehen. Es gab jedoch, so die Kirche, „rege Diskussion um die Bebauung“.

Daher hat die Kirchengemeinde der Ortsgemeinde signalisiert, weiter an der Entwicklung festzuhalten und daran weiterzuarbeiten, sobald der neue Flächennutzungsplan vorliegt.

Noch ist diese Fläche als Friedhofserweiterungsfläche, im Regionalplan allerdings bereits als mögliche Baufläche ausgewiesen. Den Antrag auf Änderung der Nutzung kann nur die Ortsgemeinde stellen. Dies kann auf Grundlage des mittlerweile gefassten Beschlusses des Gemeinderates erfolgen.

„Wir halten unsere Idee der Bebauung immer noch für eine gute Lösung für diesen Teil des Ortes,“ so Christoph Schulte, Leiter der Bauabteilung des Kirchenkreises. „Doch um Planungssicherheit zu haben, warten wir vorerst das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes ab.“

Nach dem vorgelegten Konzept ist auf der bislang landwirtschaftlich genutzten 2 Hektar großen Fläche „eine homogene Bebauung“ mit insgesamt 56 Wohneinheiten vorgesehen: 12 Einfamilien-, 8 Reihenhäuser, 6 Doppelhaushälften, 5 Mehrfamilienhäuser (30 Wohnungen). Dazu eine Streuobstwiese und Begleitgrün.

Auf den im Erbbaurecht zu vergebenden Grundstücksflächen (240 bis 450 m) sollen überwiegend Häuser mit Satteldächern entstehen, auf den südlich ausgerichteten auch mit Photovoltaikanlagen.

Durch die Bebauung, so der Planer, sollen die Ortsteile Opherdicke und Hengsen zusammengeführt werden. Eine Wegeverbindung quer durch die Bebauung sollen die Ortsteile noch enger verzahnen.

1 KOMMENTAR

  1. Seit Jahren werden hier massiv Flächen versiegelt und es wird in jede Ecke reingebaut. So langsam sinkt die Lebensqualität in Holzwickede. Die evangelische Kirche brauch uns dann auch nicht mehr den jährlichen Bettelbrief zuschicken.

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