Tod und Sterben von Kindern aus dem Tabu holen: Heute ist wieder Tag der Kinderhospizarbeit

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Symbolbild,, Quelle Pixabay

Noch immer ist das Thema Tod und Sterben von jungen Menschen ein Tabu-Thema. Mit dem Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar soll auf die Arbeit der Kinderhospizdienste und des Deutschen Kinderhospizvereins aufmerksam gemacht werden.

„Das Thema Tod und Sterben von Kindern darf nicht an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Deshalb ist mit diesem Tag meine Hoffnung verbunden, dass sich immer mehr Menschen mit den erkrankten Kindern und deren Familien solidarisieren und für sie einsetzen“, unterstreicht Landrat Mario Löhr die Bedeutung dieses Tages.  

Auf Kinderhospizarbeit aufmerksam machen
Viele der 50.000 in Deutschland lebenden Kinder und Jugendlichen mit einer lebensverkürzenden Erkrankung werden mit ihren Familien durch ambulante Kinder- und Jugendhospizdienste und stationäre Kinder- und Jugendhospize begleitet und unterstützt. Die Begleitung erfolgt ab der Diagnose, im Leben und Sterben sowie über den Tod der Kinder hinaus.
Mit dem Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar sollen die Inhalte dieser Arbeit bekannter gemacht und Menschen motiviert werden, sich mit erkrankten Kindern, ihren Eltern und Geschwistern zu solidarisieren. Außerdem dient dieser besondere Tag dazu, ehrenamtliche Begleiter sowie finanzielle Unterstützer zu gewinnen.

Der Tag der Kinderhospizarbeit wurde am 10. Februar 2006 vom Deutschen Kinderhospizverein e.V. ins Leben gerufen. Seitdem findet er jährlich an diesem Tag statt. Wer sich in der Kinder- und Jugendhospizarbeit engagieren möchte, kann sich beim Deutschen Kinderhospizverein e.V. unter www.deutscher-kinderhospizverein.de über die Arbeit informieren.

Tag der Kinderhospizarbeit: Kamens Stadthalle und Stadtbücherei leuchten grün

Grünes Licht für die Kinderhospizarbeit zeigt Kamen. An diesem Freitag werden das Rathausfoyer und die Stadtbücherei am Alten Markt in der Farbe Grün leuchten.

Koordiniert und betreut wird die Aktion vom Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst im Kreis Unna. Die Farbe Grün hat für den Deutschen Kinder-hospizverein e. V. als Wegbereiter der Kinder- und Jugendhospizarbeit in Deutschland eine wichtige symbolische Bedeutung. Jährlich beteiligen sich immer mehr Menschen an der Beleuchtungsaktion und setzen bundesweit damit ein starkes Signal der Verbundenheit und Solidarität. #tagderkinderhospiz-arbeit.

Kinderhospizverein auch in Fröndenberg/Ruhr aktiv:

Bürgermeisterin Sabina Müller empfing die Vertreterinnen des Kinderhospizvereins zum Gespräch.

„Trotz aller medizinischen Fortschritte gibt es Krankheiten, die unheilbar sind. Diese Diagnosen zerschlagen dann alle Zukunftsvorstellungen der Familien“, so Nadine Franke vom Ambulanten Kinderhospizdienst Kreis Unna. „Die Bewältigung von Krankheit, Sterben und Trauer beschäftigt Eltern und Geschwisterkinder.“

Auch in Fröndenberg sind Familien betroffen und werden u.a. von Uta Ziegenbein und Jutta Neumann ehrenamtlich und für die Familien kostenfrei begleitet.

Am Tag der Kinderhospizarbeit, 10.02.2023, wollen Uta Ziegenbein und Jutta Neumann, unterstützt von Nadine Franke, mit grünen Bändern als Symbol der Kinderhospizarbeit in Fröndenberg für Solidarität mit den Familien lebensverkürzend erkrankter Kinder werben. Dazu planen sie in der großen Kastanie neben der Stadtbücherei viele grüne Bänder aufzuhängen.

Der Info-Flyer des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Kreis Unna liegt im Rathaus I aus. Das Team freut sich jederzeit über weitere Mitstreiter*innen.

Informationen sowie den Info-Flyer als PDF finden Sie unter: www.akhd-unna.de

Foto: Stadt Fröndenberg/Ruhr Presse und Kommunikation

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