Mittelstandsunion: Schaustellern das Geld aus dem Corona-Härtefallfonds leichter zugänglich machen

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Kinderkarussell auf der Unnaer Katharinenkirmes Ende Oktober/Anfang November 2022. (Foto Rinke)


Da das Schaustellergewerbe „noch immer massiv unter den Folgen der Corona-Pandemie leidet“, hat die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) ein Positionspapier zur Unterstützung der Branche initiiert. Es wurde am Donnerstag auf Antrag der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Deutschen Bundestag diskutiert.

Der Antrag sieht u. a. vor, das mit dem Härtefallfonds bereitgestellte und bisher wenig in Anspruch genommene Geld leichter zugänglich zu machen, damit auch besonders von der Pandemie betroffene Schausteller, Marktkaufleute und Zirkusse stärker unterstützt werden.

Die MIT-Vorsitzende im Kreis Unna, Uta Leisentritt, erklärt:

„Volksfeste sind in unserer Region fest verwurzelt. Sie stärken die Gemeinschaft und sind auch eine wichtige Stütze der heimischen Wirtschaft und des Tourismus. Gerade wegen der Nachwirkungen der schwierigen Corona-Zeit benötigt diese Branche Unterstützung.“

Deutschlandweit gibt es über 10.000 Volksfeste. Sie sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, argumentiert Leisentritt:

  • Rund 190 Millionen Besucher geben dort jährlich 4,75 Milliarden Euro aus.
  • Knapp 32.000 Menschen sind bei den gut 5.300 Schaustellerunternehmen beschäftigt, meist kleine und mittelständische Familienunternehmen.
  • Hinzu kommen rund 3.000 Weihnachtsmärkte, auf denen bei 160 Millionen Besuchern ca. 1,7 Milliarden Euro umgesetzt werden.
  • 3.300 Wochenmärkte tragen zur Grundversorgung der Bevölkerung mit einem jährlichen Umsatz von ca. 5 Milliarden Euro bei. Hinzu kommen zahlreiche Jahr- und Spezialmärkte.
Uta Leisentritt, Vorsitzende der MIT Kreis Unna.

Uta Leisentritt: „Volksfeste und Märkte machen einen wichtigen Teil unserer regionalen Kultur aus. Wir müssen dafür sorgen, dass sie auch zukünftigen Generationen erhalten bleiben.“

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) – vormals Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU – ist mit rund 25.000 Mitgliedern der größte parteipolitische Wirtschaftsverband in Deutschland. Die MIT setzt sich nach eigenen Aussagen „für die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft und für mehr wirtschaftliche Vernunft in der Politik“ ein.

Pressemitteilung MIT

7 KOMMENTARE

  1. Uta Leisentritt, Vorsitzende der MIT Kreis Unna, ist die Dame, welche öffentlich gefordert hat, das Millionen ungeimpfte Mitbürger ohne Lohnfortzahlung von ihren Arbeitsplätzen entfernt werden sollen.

    https://rundblick-unna.de/2022/01/29/mit-betriebe-sollen-ungeimpfte-mitarbeiter-ohne-anspruch-auf-lohnfortzahlung-freistellen-duerfen/

    Ob sie selber die inzwischen erforderliche sechste oder siebte Booster – Anschlußimpfung hat, ist nicht bekannt.

  2. Also ich kann mich auf den Kopf stellen, ich finde den Zusammenhang zwischen der Unterstützung der Schausteller und Impfen einfach nicht.

    • @Nadine: Lesen sie einfach den ersten Satz des Artikels:
      “ Da das Schaustellergewerbe „noch immer massiv unter den Folgen der Corona-Pandemie leidet“

      Doppelmoral:

      Nach den Forderungen von Frau Leisentritt sollen zigtausende ungeimpfte Beschäftigte auch in der der Schaustellerbranche ohne Lohnfortzahlung nach Hause geschickt werden, einfach nur weil sie nicht geimpft sind. Obwohl es keinerlei wissenschaftlichen Grund für so eine existenzielle Aushebelung der Arbeitnehmerreche gibt. Viele Fachkräfte haben, sofern möglich, von selbst wegen der Einschränkungen, Ausgrenzungen oder dem Impfdruck die Branche langfristig verlassen.

      Erst übertriebene Coronamaßnahmen unterstützen und einer Branche Schaden zufügen, dann in der laut Finanz- und Wirtschaftsminister größten Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte mit Steuergelder bzw. neuen Schulden den Retter spielen.

      Privat mit einem Unternehmen für Marktanhänger sein Geld verdienen, gleichzeitig mit den Coronamaßnahmen als Argument durch das MIT Steuergelder für die Kundschaft fordern, damit sie mehr bei einem bestellen kann.

      Das ganze dann unter dem Mantel der „Sozialen Marktwirtschaft und Vernunft in der Politik“.

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