Grüne beantragen ökologisches Pflegekonzept für den Kurpark – Stillschweigen zu Gradierwerken

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Herbst im Kurpark Unna - Leserfoto von Yvi We

Unnas Kurpark soll (endlich) schöner und gepflegter werden. Und das soll im Sinne der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes geschehen.

Die Unnaer Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt die Entwicklung eines ökologischen Pflegekonzepts – samt der Bereitstellung des nötigen Personals.

Keine Erwähnung in dem aktuellen Antrag vom 6. 12. 22 finden die millionenschweren Pläne der SPD für den Bau zweier Gradierwerke (Salinen) im Kurpark. Wir berichteten zuletzt im Mai darüber – HIER. Die Grünen waren von Anfang an gegen das Vorhaben.

Mai 2022: Vorstellung der Planungen für den Wiederaufbau eines Gradierwerks in Unna: v. li. Landtagsvize Carina Gödecke, Fördervereinsgeschäftsführer Wolfgang Rickert, Landtagsabgeordneter Hartmut Ganzke und Vereinsvorsitzender Thomas Horschler. (Foto Förderverein Kurpark Königsborn)

In dem aktuellen Antrag der Grünen an den Rat heißt es hingegen:

1. „Die Verwaltung wird beauftragt, zusätzlich zur derzeit laufenden räumlich-planerischen Konzeptentwicklung bis spätestens Ende 2023 ein ökologisches Pflegekonzept für den Kurpark zu entwickeln und die hierfür erforderlichen Personal- und Sachmittel in den Haushalts-/Stellenplan 2023 einzustellen.

2. Der Bürgermeister wird gebeten, die Zuständigkeiten für Unterhalt und Pflege der Kurparkflächen und -wege im Ganzen (einschließlich des Bereichs Jugendkunstschule/Travados) in einem Bereich zu bündeln.

Begründung

Der Kurpark als eines der zentralen Naherholungsgebiete im Stadtgebiet bietet neben einer besonderen Aufenthaltsqualität auch viele unterschiedliche Habitate. So gibt es neben Freiflächen und Spielgebieten auch waldähnliche Gebiete, Büsche und Sträucher unterschiedlicher Art und naturbelassene Stellen, die vor allem der Tierwelt vorbehalten sein sollten.

Diese unterschiedlichen Arten der Begrünung bedürfen besonderer Pflege. Dabei muss auf die jeweiligen Ansprüche gesondert eingegangen werden.

Ein ökologisches Pflegekonzept würde eine Leitschnur bieten, in welchem Umfang je nach Gebiet Pflegemaßnahmen vorzunehmen sind, um die ökologische Entwicklung des Kurparks sicherzustellen.

In der Vergangenheit haben sich unterschiedliche Anforderungen gezeigt, wie man den Kurpark nutzen kann. Dies sollte bei der Erstellung eines Pflegekonzepts berücksichtigt werden.

Bereits mit der Beschlussvorlage 0125/21 (Zukunftsperspektiven für den Kurpark schaffen) wurde einstimmig entschieden, neben strukturellen Verbesserungen auch Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsaspekte im Kurpark verstärkt umzusetzen. Ein ökologisches Pflegekonzept trägt diesem Anspruch Rechnung.

Im Rahmen der bereits laufenden räumlich-planerischen Betrachtung sollte der Kurpark auch gestalterisch weiterentwickelt werden.

Eine Planung mit dem Haupt- und Nebenwegenetz, Plätzen zum Verweilen, Spielplätzen, Spiel- und Sportbereichen, sonstigen Aktivitätsräumen, Ruhebereichen, Themengärten (Apothekergarten, Bienengarten, Staudengarten) und naturbelassenen Strukturen, die den Raum gliedern, fassen und bereichern, können zur Weiterentwicklung des Kurparks beitragen.“

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