#Archiv: „Endlich – der Knoten ist da!“ Neues Bremme-Einkaufscenter als „enorme Chance für Geschäftswelt in Unna“

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Ein Bild aus unserem Archiv zeigt die wuchtigen Industriegebäude der Mühle Bremme von der Auffahrt zum damaligen Parkplatz aus gesehen. (Foto Th. Karczewski)

Am 7. Juli werden mit Edeka und Deichmann die ersten beiden neuen Mieter des Einkaufscenters „Neue Mühle“ (ehemals Mühle Bremme) eröffnen. 

Der riesige Betonbau wird in Unna kontrovers diskutiert, ebenso sein Besatz mit einigen Geschäften, die lediglich innerhalb der City umziehen und zugunsten des neuen Einkaufszentrums ihre Altstandorte in der Fußgängerzone verlassen. – HIER berichten wir über den aktuellen Stand.

Da der Start der Neuentwicklung des Bremme-Geländes inzwischen mehrere Jahre zurückliegt, blicken wir im Vorfeld der Eröffnung einmal auf verschiedene damalige Diskussionen rund um das geplante Einkaufszentrum zurück. Heute: Wie die Politik, insbesondere die Freien Demokraten, auf eine spürbare Belebung der Innenstadt setzten.

So berichteten wir am 6. Oktober 2019:

„Nachdrücklich positiv äußert sich die FDP-Ratsfraktion Unna zum geplanten „Mühlencenter“ auf dem Mühle Bremme-Komplex hinter der Post, das auf dem früheren Industriegelände ein Einkaufs- und „Erlebniscenter“ in moderner Optik vorsieht.

Den weiterhin nicht abebbenden kritischen Stimmen zu den Plänen des Investors Ten Brinke (Edeka, Drogeriemarkt, Fitnesscenter) hält FDP-Fraktionschef Günter Schmidt in einer Stellungnahme vom heutigen Sonntag (6. 10.) eine Art Verteidigungsrede entgegen.

„Seit ca. 30 Jahren wird in Unna beim Einzelhandelskonzept über das Prinzip der Knochenbildung diskutiert“, erinnert er. „Im Süden REAL/ Schnückel, heute REWE/Schnückel, am anderen Ende die Mühle Bremme.

Lange Zeit galt das Gebiet als nicht entwickelbar. Verschiedene Anläufe, dort Gewerbe anzusiedeln, scheiterten u.a. an den Kosten für den Abriss für das Mühlengebäude.

Die Alternative, ein Einkaufszentrum auf dem ehemaligen Viktoriagelände nördlich der Bahn, scheiterte am Einspruch eines „Runden Tisches“, der das Aus für die Innenstadt befürchtete, sicher zu Recht.

Nun hat Unna die Chance, den nördlichen Knotenpunkt zu entwickeln und das sollte man vor der Realisierung nicht schlechtreden. 

Diese Chance ist ja nun, dass die Käufer von einem Ankerpunkt zum anderen flanieren und dabei immer an allen Geschäften der Bahnhofstraße vorbeigehen. Das wäre ein enormer Gewinn für die Geschäftsrtreibenden. Es wäre jedenfalls ein Gewinn für Unna.“

Kritiker der Planungen sehen zum einen die Verkehrsfrage höchst problematisch, zum anderen die geplanten Branchen mit Angeboten, die Unna bereits alle sattsam hat.

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