Ab Oktober nur noch 3 Ordnungsdienstler – für eine Kreisstadt mit 58.000 Einwohnern

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Foto: S. Rinke / RB

Für Sicherheit und Ordnung zu sorgen ist originäre Aufgabe des Ordnungsamtes. Das für die Kreisstadt Unna hat ab Oktober dieses Jahres nur noch 3 Mitarbeiter für den Ordnungsdienst zur Verfügung.

Für eine Stadt mit rund 58.000 Einwohnern ist das eher bescheiden, kam denn auch die Kritik im zuständigen Fachausschuss, dem für Feuerschutz, öffentlicher Sicherheit und Ordnung (FSO). Dort stellte der Sachkundige Bürger für die Freie Liste Unna (FLU), Volker Viebahn, eine Anfrage nach der Personalsituation in der Ordnungsbehörde.

Denn die Verträge mit dem Jobcenter für die Mitarbeiter, die derzeit noch den Ordnungsdienst verstärken, laufen nach den Sommerferien aus.

„Unna, man höre und staune, eine Stadt mit rund 58.000 Einwohnern, hat dann nur noch drei Mitarbeiter für den Ordnungsdienst“,

betont Viebahn. Er ließ diese Zahl in der öffentlichen Ausschusssitzung noch einmal deutlich wiederholen. Drei (3) für 58.000 Bürger.

Liegt hier ein Versäumnis der Politik vor? Oder hätte die Verwaltung bei der Haushaltsplanung diesen Mangel einkalkulieren müssen, um ihn frühzeitig der Politik vorzutragen?

Bekannt ist, dass das Rathaus keinen Überhang an Personal hat und diese Knappheit nicht nur das Ordnungsamt betrifft, sondern im Grunde genommen die gesamte Stadtverwaltung, einschließlich die Pressestelle. Von der Schwierigkeit abgesehen, qualifiziertes Personal zu finden, wurde als Ursache immer wieder die bekannt angespannte Haushaltslage genannt.

Umverteilungen des zur Verfügung stehenden Geldes für Personal müsste die Politik beantragen, ebenso personelle Aufstockungen für bestimmte Bereiche.

Für den Verkehrsbereich gibt es eine zusätzliche Kraft, die allerdings erst noch eingearbeitet werden muss. Die Verwaltung will die Personalstruktur im Ordnungsdienst in Augenschein nehmen.

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