Neue Technologie aus Howi – Impfzentrum Unna vergibt fälschungssichere Impfpässe

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Cüneyt Göktekin, Prof. Dr. Jan Luccarda, Dr. Matthias Coen und Landrat Mario Löhr (von links) mit einem fälschungssicheren Impfpass. Foto: Anita Lehrke - Kreis Unna

Impfpasssicherheit aus dem Kreis Unna:

Eine neue Technologie aus Holzwickede soll dazu beitragen, die Fälschungssicherheit von Impfausweisen deutlich zu erhöhen. Als erstes verwendet nun das Impfzentrum Unna den Hightech-Schutz aus der Region testweise: Dort wird neben den bisher üblichen Einträgen und dem Chargen-Aufkleber nun noch ein weiteres, fälschungssicheres Spezialetikett in den gelben Impfpass geklebt. Mit einer speziellen App könnte bei einer Impfpasskontrolle im Restaurant oder im Konzert kontrolliert werden, ob der Impfschutz echt ist oder der Pass gefälscht.

Noch ist das Zukunftsmusik. Doch Apotheken im Kreis beteiligen sich bereits daran, den besonders gesicherten Impfausweis zu nutzen: Sie unterziehen ihn per App einem Fälschungscheck vor der Digitalisierung des Impfstatus. 

„Auch wenn wir heute eher von Lockerungen sprechen, bin ich überzeugt, dass wir in Zukunft solche Technologien brauchen werden, um in einer Pandemie sicher zu sein“,

so Landrat Mario Löhr.

Er ließ sich heute in der Ringapotheke Dr. Coen in Unna den neuartigen Fälschungsschutz des Unternehmens Scanify aus Holzwickede erklären. Sie ist eine der Apotheken im Kreis, die mit Hilfe einer neuen App die Spezialetiketten auslesen und so die Echtheit des Impfausweises zusätzlich prüfen können.

„Die Verwendung dieser neuen Technologie für den Impfnachweis ist nur eine von vielen Möglichkeiten der Nutzung“, erläutert Löhr. Ihn freut es besonders, dass Idee und Umsetzung von einem Start-Up aus dem Kreis Unna entwickelt wurden: „Das belegt, wie attraktiv unsere Region für Fortschrittsunternehmen ist.“

Die drei Geschäftsführenden Gesellschafter Metin Duman, Prof. Dr. Jan Luccarda und Cüneyt Göktekin nennen ihr Produkt „Scanify PrintID“. Fälschungssichere Spezialetiketten sind eine Anwendung. Doch es sind noch viele andere möglich. Die geheimen Merkmale zum Schutz vor Fälschung können grundsätzlich schon in Druckdaten integriert werden. Wenn dann Impfstoffetiketten oder Arzneimittelverpackungen bedruckt werden, ist der Fälschungsschutz unsichtbar von Anfang an vorhanden. „Wir brauchen nicht in bestehendes Design einzugreifen“, erläutert Scanify-Gründer und Geschäftsführer Cüneyt Göktekin. „Somit benötigen wir für unseren Fälschungsschutz normalerweise auch keinen zusätzlichen Platz auf einem Produktetikett oder einer Verpackung.“

Das Pilotprojekt mit dem Impfzentrum in Unna und interessierten Apotheken im Kreis könnte grundsätzlich ausgeweitet werden. Dann müssten aber auch mehr Nutzer auf die App zur Kontrolle zugreifen können. „Wir setzen uns intensiv mit einer Ausweitung und weiteren Nutzungen des Fälschungsschutzes im Gesundheitswesen auseinander“, sagt Duman. PK | PKU

Quelle Kreis Unna

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