Bisher 240 Ukraineflüchtlinge in Unna registriert – Stadt arbeitet „mit Hochdruck“ an Unterbringung

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Dirk Wigant und Till Knoche in einer Unterkunft. (Foto Stadt Unna)

Bürgermeister Wigant dankt der BImA – Unterkünfte werden kostenlos zur Verfügung gestellt:

Mit Hochdruck arbeitet die Kreisstadt Unna an der Unterbringung der Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine flüchten.

„Auch diejeniegen, die bislang privat untergebracht waren, werden in vielen Fällen kurz- bis mittelfristig Unterstützung der städtischen Unterbringung benötigen, da dauerhafter Wohnraum derzeit nur begrenzt verfügbar ist“,

weiß die Stadtverwaltung.

Am Wochenende schaute sich Bürgermeister Dirk Wigant zusammen mit dem Leiter des Bereichs Wohnen, Soziales und Demografie, Till Knoche, in Massen „Auf der Tüte“ die ersten Räume für die vorübergehende Unterbringung der ukrainischen Flüchtlinge angeschaut, die binnen kürzester Zeit hergerichtet worden sind.

Denn die Zeit drängt: Stand Freitag sind in Unna 240 Flüchtlinge aus der Ukraine registriert.

„Ich muss hier einen großen Dank an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) richten, die uns diese Unterkünfte kostenlos zur Verfügung stellt“, betont Wigant.

Auch die UKBS habe dankenswerterweise der Stadt übergangsweise Wohnungen zur Verfügung gestellt.

Ortsansässige Firmen, wie Hinrichs oder „D&S“, die unter anderem den Einbau einer neuen Heizungsanlage durchgeführt haben, mit der nun elf Häuser versorgt werden, sprach Wigant ebenfalls seinen Dank dafür aus, dass sie sofort andere Aufträge verschoben hätten, um der Stadt zu helfen. 

11 Häuser werden in den kommenden Wochen weiter hergerichtet, damit die „Basisversorgung gegeben ist und Familien dort untergebracht werden können“: Jede Einheit ist mit Kühlschrank, Spüle etc ausgestattet. Dafür mussten die Gebäude auch auf den aktuellen Stand der Brandschutzbestimmungen gebracht werden.

„Die Firma Hinrichs hat sich sofort bereit erklärt, neue Schaltschränke zu installieren. Auch bestehende  Deckendurchlässe gilt es fachgerecht abzudichten“, berichtet Knoche weiter. Zudem mussten alle Leitungen durchgespült werden, da sie lange Zeit nicht genutzt worden waren.

Auch ein Haus für Begegnungen wird in den kommenden Wochen schrittweise in Stand gesetzt. Auch hier muss erst die komplette Heizungsanlage und Elektrik neu installiert werden. Dort könnte dann auch sich das Unnaer Ehrenamt engagieren.

Ziel ist es, Raum für Angebote zu ermöglichen.

„Wir lassen keinen geflüchteten Menschen unbetreut“,

stellt Knoche klar. Sowieso sei die Hilfsbereitschaft der Unnaer Bürgerinnen und Bürger überwältigend. Die Bürgerstiftung in Unna als auch der Verein „Bürger für Bürger in Unna“ helfen durch Geldspenden.

„Die Unnaer stehen zusammen, wenn es darum geht, Menschen zu helfen. Ich bedanke mich bei allen, die in diesen Zeiten ihre Unterstützung, egal auf welchem Wege, anbieten“, so Bürgermeister Wigant.

Schon in den kommenden Wochen sollen die ersten Familien in den Unterkünften „Auf der Tüte“ untergebracht werden können. Weitere Häuser werden sukzessive mit Fertigstellung der Sanierung folgen. Die Kreisstadt sucht aber weiter nach Wohnungen. Denn: „Niemand kann uns derzeit sagen, wie viele Flüchtlinge noch kommen werden“, so Wigant.

Quelle: PM Stadt Unna

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