Stadthalle ebenso alt, Eishalle fördert Miteinander: Darum unterstützt die LINKE den Bürgerentscheid

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Archivbild der der Eissporthalle Unna. (Foto RB)

Am 15. Mai, dem Sonntag der Landtagswahl, können Unnaerinnen und Unnaer ab 16 Jahren zugleich zum zweiten Mal über den Erhalt der Eissporthalle am Ligusterweg abstimmen. Den Erhalt lehnt die Mehrheit des Rates weiter ab – Wir für Unna (WfU) und auch LINKE.+ unterstützen hingegen den Bürgerentscheid.

Ebenso wie WfU (Bericht HIER) führt auch die LINKE explizite Argumente für den Erhalt ins Feld. In ihrem Beitrag für das Abstimmungsheft begründet die Partei, die die kleinste Fraktion im Rat stellt, ihre Unterstützung wie folgt:

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger der Kreisstadt Unna!

mit Ihrer Stimme treffen Sie eine weitreichende Entscheidung für den Erhalt der
Eissporthalle oder eben dagegen. Das Leben in unserer Kreisstadt zeichnete sich
immer aus durch ein breites Kultur- und Sportangebot.
Die LINKE.+ hat sich schon beim ersten Bürgerentscheid für den Erhalt der
Eissporthalle ausgesprochen und an dieser Meinung hat sich nichts geändert.


Wir als LINKE+ haben den Bedarf von über 1000 Kindern und Jugendlichen im
Jahr, die sich hier in einem geschützten Raum treffen konnten und dem
Breitensportangebot für Jung und Alt, Menschen mit Migrations- und
Inklusionshintergrund,
zu 100 Prozent unsere Zustimmung gegeben.
Sie sind nun abgeschreckt von den Kosten, die von der Verwaltung vorgelegt
werden und auch vom Alter der Eissporthalle.

Zum Einen müssen wir feststellen, dass die Stadthalle genau so alt ist und sie wird umfangreich mit
Fördergeldern aus dem Projekt „Soziale Stadt Unna/Königsborn“ saniert (die
Eissporthalle wäre sozialer gewesen).

Zum Anderen sind die Finanzierungsmodelle und die Kostenaufstellungen der Halle seitens der
Verwaltung keine Aufstellung, die man nicht hinterfragen kann.


Es ist ja nicht so, dass zwangsläufig die Halle sofort komplett umfangreich
saniert werden muss. Das Freibad Bornekamp und das Kulturzentrum sind gute
Beispiele, wie eine Sanierung so durchgeführt werden kann, sodass der Betrieb
weitergehen kann. Und auch hier ist zu erwähnen, dass sich diese Einrichtungen
durch ein großartiges Engagement von „Ehrenamtlichen“ zu unverzichtbaren
Kleinoden in Unna entwickelt haben, die eine ungleich wichtige Aufgabe
erfüllen, nämlich die der gesellschaftlichen Teilhabe.

Nun hat der Verein „Unna braucht Eis“ innerhalb kürzester Zeit ein zweites
Bürgerbegehren erfolgreich gestartet und es kommt erneut zu einem
Bürgerentscheid. Die Ziele sind die gleichen, nämlich den Kindern und
Jugendlichen wieder einen geschützten Raum zur Verfügung zu stellen, wo sie
sich frei sportlich betätigen können – ohne eine Vereinsbindung. Hier kann den
Kindern und Jugendlichen wieder ein Treffpunkt angeboten werden, an dem sie
sich (auch in Coronazeiten) treffen können.

Der Erhalt und die schnelle Öffnung der Eissporthalle ist aber nicht nur für die
Jugendlichen eine wichtige Maßnahme. Menschen aller Generationen,
Menschen aller Nationalitäten und Menschen mit Behinderungen zählten zu den
Besuchern der Eissporthalle.

Leider wurden in der Vergangenheit immer wieder entsprechende Angebote
eingeschränkt oder fielen auch komplett weg, wie das ehemalige Freizeitbad
Massen. Oder letztes Beispiel, die Eigeninitiative der Mountainbiker im
Bornekamp. Wir sind aber als Die Linke+ davon überzeugt, dass diese Stätten,
in der sich die Menschen gemeinsam der gesellschaftlichen Teilhabe erfreuen
oder sich in Eigeninitiative engagieren, diese Räume erhalten bleiben müssen.


Die Bürger müssen nicht für die Verwaltung da sein, die Verwaltung muss die
Interessen ihrer in der Stadt lebenden Bürger wahrnehmen und sich um eine
gemeinsame Lösung bemühen. Eine schlichte Reglementierung und
Interessenwahrnehmung ohne die mitdenkenden Bürger in Unna funktioniert
hoffentlich auch weiterhin nicht.

Es braucht Freiräume und ein Miteinander mit der Stadt.
Stimmen Sie also mit uns für den Erhalt der Eissporthalle.

Quelle: Pressemitteilung Die LINKE.+

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